BayBG und Bayern Kapital starten „Start-up Shield Bayern“

Umsetzung von Säule II der Corona-Hilfen für Start-ups

BayBG und Bayern Kapital starten
BayBG und Bayern Kapital starten „Startup Shield Bayern“: Umsetzung von Säule II der Corona-Hilfen für Startups
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Bildnachweis: ©alphaspirit – stock.adobe.com.

Die als “Säule II” von der Bundesregierung angekündigte Corona-Hilfe für Startups ist in Bayern mit dem Namen „Startup Shield Bayern“ gestartet. Unter dem erweiterten Corona-Beihilferahmen können von 100.000 EUR bis zu 800.000 EUR je Unternehmen in Form von Wandeldarlehen oder als Eigenkapital ausgereicht werden. BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft und Bayern Kapital agieren im Auftrag von Bund und Land als Intermediäre für dieses Angebot. Start-ups mit innovativen Produktentwicklungen können ab sofort einen Antrag stellen. 

Voraussetzungen

Investmentkriterien sind ein erfolgversprechendes, skalierbares Geschäftsmodell und ein belegbarer negativer Corona-Effekt. Als weitere Voraussetzung für die Beantragung muss der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in Bayern verortet sein. Der maximale Beihilferahmen von 800.000 EUR darf noch nicht anderweitig ausgeschöpft sein.

Bayern Kapital wird sich bei der Bearbeitung der Anträge auf die Life-Sciences-Projekte fokussieren. Alle anderen Branchen werden primär vom BayBG Venture-Capital-Team bearbeitet.

Bedeutung der Initiative

Dr. Marcus Gulder, Leiter des Venture-Capital-Teams der BayBG summiert: „Die ungewissen Auswirkungen der Corona-Pandemie verunsichern den Markt für Venture Capital und machen es aktuell für junge Technologieunternehmen schwierig, neue Investoren zu finden. Das ‚Startup Shield Bayern‘ kann helfen, die Lücke bis zu einer nächsten Finanzierungsrunde zu schließen.“ Dr. Georg Ried, Geschäftsführer der Bayern Kapital, ergänzt: „Unabhängig vom Startup Shield sind unsere regulären Finanzierungsangebote bei den voraussichtlich öfter nötigen Anschlussfinanzierungsrunden grundsätzlich einsetzbar.“

Sehr zufrieden zeigt sich der bayerische Wirtschaftsminister, Hubert Aiwanger, dass „jetzt auch für die Start-ups effiziente Eigenkapital- und Mezzanine-Instrumente für die Bewältigung der Corona-Krise zur Verfügung stehen. Mit der BayBG und Bayern Kapital können wir für das Management des Programms auf zwei renommierte und erfolgreiche Beteiligungsgesellschaften setzen, die in den vergangenen Jahrzehnten bereits zahlreiche Start-up-Unternehmen erfolgreich begleitet und entwickelt haben.“

Dr. Otto Beierl, Vorstandsvorsitzender der LfA Förderbank Bayern, betont: „Die Stärkung der Kapitalbasis der Start-ups hat in herausfordernden Zeiten noch größere Bedeutung. Die neuen Instrumente von BayBG und Bayern Kapital – beides Beteiligungsgesellschaften aus der LfA-Gruppe – ermöglichen den Betrieben Investitionen in die Zukunft.“

Weiterhin bietet die BayBG im Rahmen der Umsetzung von Säule II auch für den (kleineren) Mittelstand den weitgehend analog aufgesetzten „Eigenkapitalschild Mittelstand Bayern“ (Informationen und Anträge ebenfalls unter: www.baybg.de).

Insgesamt stehen für die bayrischen Start-ups und den Mittelstand im Freistaat 40 Mio. EUR zur Verfügung.

 

Mit einem investierten Volumen von mehr als 300 Mio. EUR ist die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH, München, einer der größten Venture-Capital- und Beteiligungskapitalgeber für den Mittelstand und Start-ups. Mit ihren Venture Capital- und Beteiligungsengagements ermöglicht sie mittelständischen Unternehmen und Start-ups die Umsetzung von Innovations- und Wachstumsvorhaben, die Regelung der Unternehmensnachfolge oder die Optimierung der Kapitalstruktur.

Die Bayern Kapital GmbH, Landshut, wurde 1995 als 100-prozentige Tochtergesellschaft
der LfA Förderbank Bayern gegründet. Bayern Kapital stellt den Gründern innovativer
High-Tech-Unternehmen und jungen, innovativen Technologieunternehmen in Bayern
Beteiligungskapital zur Verfügung. Bayern Kapital verwaltet derzeit dreizehn
Beteiligungs-fonds mit einem Beteiligungsvolumen von rund 500 Millionen EUR. Bislang
hat Bayern Kapital rund 330 Millionen EUR in rd. 280 technologieorientierte
Unternehmen investiert.