Shell übernimmt Berliner Jungunternehmen ubitricity

IBB Ventures vollzieht Exit bei Ladestationen-Start-up

IBB Ventures vollzieht Exit bei Ladestationen-Start-up: Shell übernimmt ubitricity
IBB Ventures vollzieht Exit bei Ladestationen-Start-up: Shell übernimmt ubitricity
<
Werbung

Bildnachweis: © ubitricity.

Die Berliner Wagniskapitalgesellschaft IBB Ventures kann im noch jungen 2021 einen neuen Exit verbuchen: Shell übernimmt alle Anteile an dem Elektro-Ladestationen-Start-up ubitricity und integriert das Berliner Jungunternehmen damit zu 100 %. Die IBB Ventures hat das Potenzial von ubitricity bereits 2013 erkannt und ist seitdem investiert. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung soll die vollständige Übernahme im Laufe des Jahres stattfinden.

Shell als Partner für weiteres Wachstum

Das Start-up uibtricity setzt auf Ladelösungen für Elektrofahrzeuge, die in bereits bestehende Straßeninfrastruktur wie Straßenlaternen integriert werden. Das Berliner Unternehmen ist in mehreren europäischen Ländern tätig, in Großbritannien hat es mit über 2.700 Ladepunkten – ein Marktanteil von 13 % – das größte öffentliche EV-Ladenetz. Zudem hat ubitricity mehr als 1.500 private Ladepunkte für Flottenkunden in Europa installiert. Shell plant mit der Übernahme, sein aktuelles Angebot an Ladelösungen für Elektrofahrzeuge auszubauen und damit seinen Kunden die Umstellung auf einen kohlenstoffarmen Verkehr attraktiver zu gestalten. „Wir begrüßen es sehr, dass mit Shell ein starker Partner für den weiteren Ausbau des Unternehmens gefunden wurde und freuen uns, dass wir ubitricity bis heute begleiten durften”, sagt Stephan Schulze, Investment Director bei IBB Ventures.

Ubitricity soll bei Energiezielen helfen

Mit der Akquisition erweitert Shell sein Gesamtangebot an Ladestationen für E-Fahrzeuge, das bereits über 1.000 ultraschnelle und schnelle Ladepunkte an rund 430 Shell Verkaufsstandorten sowie den weltweiten Zugang zu mehr als 185.000 Ladepunkten von Drittanbietern umfasst. Ubitricity arbeitet für seine Integration der Ladestationen in Laternenpfähle und Poller mit lokalen Behörden zusammen und ermöglicht damit erschwingliche Ladelösungen auf der Straße. „Was so viele Menschen an ubitricity begeistert, ist die Tatsache, dass unsere Integration von EV-Ladepunkten in die bestehende Straßeninfrastruktur das Aufladen von E-Fahrzeugen einfach und zugänglich für alle macht, die es brauchen, wo sie es brauchen. Vor allem in größeren Städten, in denen der Zugang zu Parkplätzen abseits der Straße begrenzt ist, ist dies die Lösung, auf die viele Menschen gewartet haben, um den Umstieg auf ein Elektrofahrzeug zu ermöglichen. Durch die Kombination dieses Teils des Puzzles mit Shells bestehendem Angebot an Ladelösungen für E-Fahrzeuge erhalten E-Fahrer Zugang zu einer breiten Palette von Lademöglichkeiten, was Shell und ubitricity zu einer perfekten Ergänzung macht“, erklärt Lex Hartman, CEO von ubitricity, das Geschäftsmodell und die künftigen Pläne. Shell hat sich zum Ziel gesetzt, im Einklang mit der Gesellschaft bis zum Jahr 2050 oder noch früher ein emissionsfreies Energieunternehmen zu werden. Ubitricity wird nach Abschluss der Transaktion voraussichtlich hundertprozentige Tochtergesellschaft von Shell.