Bildnachweis: hellomed.
Das Healthtech-Unternehmen hellomed Group GmbH (Berlin) hat sich erfolgreich eine Finanzierungsrunde in Höhe von 6 Mio. EUR gesichert, um seine digitale Lösung für Medikationsmanagement (hellomedOS) deutschlandweit auszubauen. Die Finanzierungsrunde wird angeführt von EquityPitcher Ventures, mit starker Beteiligung von IBB Ventures und zwei.7. Außerdem engagierten sich in den vergangenen zwei Jahren bereits namhafte Gründer, Business Angels und Family Offices aus der deutschen Gründerszene sowie Gesundheits- und Pflegewirtschaft, deren Beteiligung erstmals öffentlich kommuniziert wird. Das VC-Team um den Düsseldorfer HEUKING-Partner Dr. Patrick Müller hat das Start-up rechtlich beraten.
Ziel des jungen Unternehmens ist es, Medikationsfehler in der ambulanten und stationären Pflege systematisch auszuschließen, und das Pflegepersonal mehrere Stunden pro Woche pro Person zu entlasten. Dabei stellt hellomed sowohl die Lieferung als auch die Kommunikation mit sämtlichen Prozessbeteiligten sicher (Hausärzte, Apotheken, Pflege und Patienten). „Medikationsversorgung ist einer der sensibelsten Prozesse in der professionellen Pflege – und leider auch einer der fehleranfälligsten“, so Enrico Bernardo (Gründer & Geschäftsführer, hellomed). „Wenn hier etwas schiefläuft, trifft es nicht nur Abläufe, sondern Menschenleben. Genau deshalb setzen wir hier an.“. Die Finanzierung und Beteiligung von hervorragender Branchenexpertise wird die Skalierung von 100 auf >2.000 Pflegeunternehmen bis 2030 beschleunigen.
Schätzungen zufolge kommt es in Deutschland jährlich zu bis zu 250.000 Krankenhaus-einweisungen infolge von Fehlmedikation. Die dadurch entstehenden Kosten liegen bei bis zu rund einer Milliarde Euro pro Jahr. Hinter diesen Zahlen stehen nicht nur hohe Belastungen für Krankenkassen, sondern vor allem vermeidbare Risiken für Patienten – und zusätzlicher Druck für Pflegekräfte. „Das praxisnahe Team hat es in der komplexen Prozess- und Stakeholder Landschaft geschafft, eine voll integrierte, automatisierte und skalierbare Versorgungslösung zu entwickeln, welche vom Pflegepersonal nicht mehr weggedacht werden kann“, erklärt Christian Seegers (IBB Ventures).
Bereits heute kommen bei hellomed KI-basierte Komponenten zum Einsatz, etwa um Medikationspläne zu erfassen, zu strukturieren und Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen. Ziel ist es, unnötigen Papierkram, manuelle Übertragungen und bürokratische Schleifen konsequent zu reduzieren. In den weiteren Ausbau dieser KI-gestützten Funktionen will hellomed nun gezielt und nachhaltig investieren. „Der Markt für Arzneimittelversorgung in der ambulanten und stationären Pflege ist über 8 EUR Milliarden groß, hochreguliert und strukturell unterdigitalisiert. Hellomed bietet den Pflegeunternehmen eine einzigartige Lösung, das Patientenwohl zu steigern sowie den eigenen Alltag von Bürokratie zu befreien“, sagt Marco Marugg (EquityPitcher) überzeugt.




