Berlin bleibt Magnet für Gründer und Investoren

Berlin Partner veröffentlicht Jahresbilanz 2025

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Bildnachweis: Pexels, VentureCapital Magazin, Pixabay.

Die Wirtschaft der Hauptstadt entwickelt sich solide weiter. Das bestätigen die Bilanzzahlen 2025 der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH. Mit einem Investitionsvolumen von 970 Mio. EUR konnte das drittbeste Ergebnis der letzten 15 Jahre bestätigt werden. Diese positive Bilanz stellten Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey und Dr. Stefan Franzke (Geschäftsführer, Berlin Partner) vor.

In 96 Innovationsprojekten, die Berlin Partner betreut hat, wurden insgesamt rund 172 Mio. EUR für Forschung und Entwicklung eingeworben – 19% mehr als im Jahr 2024. 278 Projekte wurden erfolgreich gemeldet, die insgesamt 7.639 Arbeitsplätze verzeichnen. Diese teilen sich auf in neu geplante (4.560) sowie gesicherte Arbeitsplätze (3.079). Letztere werden im Zuge von Umstrukturierungen und Neuausrichtungen von Unternehmen immer wichtiger, können doch durch gezielte Maßnahmen seitens Berlin Partner – wie beispielsweise Unterstützung mit Investitionen, technologischer Modernisierung,  Standortentscheidungen oder öffentlichen Förderungen – bestehende Arbeitsverhältnisse erhalten bleiben.

Im vergangenen Jahr wurden 74 neue Firmen in Berlin angesiedelt, darunter 37 internationale. Davon kommen jeweils sechs aus Großbritannien, der Türkei und den USA, gefolgt von jeweils 2 aus den Niederlanden und China. Der Großteil dieser ausländischen Ansiedlungen (28%) stammt, wie auch schon im vergangenen Jahr, aus Europa.

Start-ups & Berlin – Eine Erfolgsgeschichte

Berlin behauptet 2025 erneut seine führende Rolle im deutschen Start-up-Ökosystem – sowohl hinsichtlich der Anzahl der Finanzierungsrunden als auch beim eingeworbenen Kapital. Trotz rückläufiger Deal-Anzahl verteidigt die Hauptstadt ihre strategische Bedeutung als stärkster Innovations- und Wachstumsstandort Deutschlands. Mit 218 Finanzierungsrunden liegt Berlin deutlich vor München (124) und Hamburg (50). Damit entfielen 31% aller deutschen Deals auf die Hauptstadt. Berliner Start-ups erhielten rund 2,7 Mrd. EUR Risikokapital – ein Plus von 23% gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt gab es 619 Neugründungen in Berlin (ein Plus von 24% gegenüber 2024) und damit Platz 1 im Vergleich zu den anderen Bundesländern. Es zeigt sich zudem, dass die Hauptstadt sehr stark in den Bereichen Software & Analytics sowie Fintech und Insurtech aufgestellt ist. Dr. Franzke: „Die Zahlen zeigen klar: Berlin bleibt ein dynamischer Innovations- und Investitionsstandort. Dass wir trotz herausfordernder Rahmenbedingungen das drittbeste Investitionsvolumen unserer Unternehmensgeschichte erzielen konnten, unterstreicht die Zukunftsfähigkeit der  Hauptstadt. Und auch der starke Zuwachs im Bereich Forschung und Entwicklung sowie die positive Entwicklung unseres Start-up-Ökosystems dokumentieren Berlins  Attraktivität. Dennoch: Die deutsche Wirtschaft stagniert seit mehr als drei Jahren und das geht auch an uns nicht spurlos vorbei. Deshalb ist es umso wichtiger, weiter  für unsere Stadt im In- und Ausland zu werben, Perspektiven aufzuzeigen und als Standort klare Signale zu senden: Berlin ist Stadt der Freiheit und damit ein Ort, an dem Menschen ihre Ideen entfalten, Neues ausprobieren und Fortschritt gestalten können und dürfen.“

#ai_berlin hub

Auch in der Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz führt die Hauptstadt bundesweit. 283 – und damit 30% aller KI-Start-ups – sind hier ansässig. KI gilt als wichtiger Wachstumstreiber der jungen Unternehmen. Deshalb wurde auch zur Unterstützung der Akteure in der Region im vergangenen Jahr der #ai_berlin hub gegründet, der als Lotse, Plattform und Schaufenster für die Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz dient. Der Hub informiert zum KI-Ökosystem und relevanten Unterstützungsangeboten, er vernetzt die Akteure in gemeinsamen Initiativen sowie in die Anwendungsbereiche wie Gesundheit, Produktion oder Mobilität. National und international positioniert er Berlin als einen führenden KI-Standort.

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Berlin Partner ist seitens des Senats damit beauftragt worden, ein Deftech-Ökosystem aufzubauen, um Forschung, Wirtschaft und Politik für Sicherheitsinnovationen zu vernetzen sowie Ansiedlungen und Firmengründungen aus diesem Wirtschaftsbereich zu fördern. Mit behördlichen Entscheidungsstrukturen vor Ort wie zum Beispiel dem Bundesministerium für Verteidigung oder dem Cyber Innovation Hub der Bundeswehr, der Nähe zur Politik, der exzellenten Forschung, den innovativen Unternehmen sowie einem wachsenden Start-up-Ökosystem bietet die Hauptstadt dafür beste Voraussetzungen.

Hier geht es vor allem um hochinnovative Tech-Bereiche und Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Cyber Security, Health Tech, Drohnentechnologie, Optik, Photonik, Robotik oder Luft- und Raumfahrttechnik und Sensorik, mit denen Berlin bereits jetzt schon gut aufgestellt ist. Über 400 Unternehmen sind im Bereich Dual Use in der Hauptstadtregion tätig und erarbeiten innovative Produkte und Software für zivile und militärische Zwecke. Defense Technology bietet für den Wirtschaftsstandort Berlin nicht nur Wachstumspotential, sondern ist auch ein Hebel für Innovation, Wertschöpfung und Resilienz. Giffey erklärt: „Berlin trotzt dem Trend. Gerade in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld zeigt sich die Stärke Berlins: Wir investieren konsequent in Innovation, Internationalisierung, Talente und Zukunftsbranchen. Mit dem Ausbau von Defense Technology schaffen wir ein neues Innovationsfeld an der Schnittstelle von Sicherheit und Wirtschaft. Die zahlreichen Dual-Use-Innovationen aus Bereichen wie KI, Cybersecurity, Robotik oder Photonik stärken nicht nur unsere Resilienz, sondern schaffen hochwertige Arbeitsplätze und neue Wachstumsperspektiven für Berlin. Unser Ziel ist klar: Berlin soll führender Standort für verantwortungsvolle Hochtechnologie werden – offen, innovativ und wirtschaftlich robust.“