Noxon sichert sich erfolgreich Seed-Finanzierung

Unter anderem beteiligen sich Bayern Kapital und HTGF

Noxon-Team
Noxon-Team

Bildnachweis: Noxon, VentureCapital Magazin, Pixabay.

Das Medtech-Unternehmen Noxon (München) hat erfolgreich eine Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde vom High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Bayern Kapital, gemeinsam mit Auxxo sowie einem weiteren institutionellen Investor. Die Finanzierungssumme fließt in die Weiterentwicklung und klinische Zertifizierung des nicht-invasiven Muscle-Computer-Interface von Noxon sowie in die Vorbereitung der Markteinführung erster Therapie-Module.

In der Rehabilitation sowie bei neuromuskulären Erkrankungen werden Muskeldiagnostik und Muskelaktivierung bislang meist nur punktuell und unter klinischen Bedingungen durchgeführt. Dadurch fehlen im Alltag kontinuierliche Daten und eine adaptive Therapie über den gesamten Behandlungsverlauf hinweg. Noxon schließt diese Versorgungslücke mit einem medizinischen Muscle-Computer-Interface, das erstmals kontinuierliche Muskeldiagnostik und neuromuskuläre elektrische Stimulation (NMES) in einem alltagstauglichen Wearable vereint. „Neurologische und muskuloskelettale Erkrankungen nehmen weltweit zu. Eine gesunde Muskelfunktion ist dabei fundamental, bleibt für viele jedoch ein blinder Fleck und bestehende Lösungen sind oft zu kompliziert oder zu teuer“, erklärt Maria Neugschwender (CEO, Noxon). „Die Unterstützung durch den HTGF und Bayern Kapital ermöglicht es uns, unsere Plattformtechnologie weiter klinisch zu validieren und die ersten Produkte in den Markt zu bringen. Unser Ziel ist es, Muskelgesundheit transparent, personalisiert und für jeden bezahlbar zu machen.“

Der USP liegt in der geschlossenen Feedback-Schleife aus Echtzeitmessung und personalisierter Muskel- und Nervenaktivierung über den Therapieverlauf hinweg sowie in der nahtlosen Integration in bestehende Produkte wie Tapes, Pflaster und orthopädische Hilfsmittel. Dr. Lena-Sophie Schütter (Investment Managerin, HTGF): „Mich überzeugt an Noxon, dass wirksame Therapie so einfach wird wie das Anlegen einer Bandage. Die Plattform für Muscle Computer Interface eröffnet Patientinnen und Patienten die Chance, Mobilität zurückzugewinnen und ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten – von der Prävention von Muskelatrophie bis zur Reduktion von Tremor bei Parkinson. Das ist ein echter Fortschritt für die Lebensqualität.“

Darüber hinaus arbeitet Noxon gemeinsam mit renommierten medizinischen Partnern, darunter das Universitätsklinikum Würzburg und die Neurowissenschaftsgruppe N-Squared Lab, an weiteren Pilotanwendungen. Im Fokus stehen Ansätze, die Muskelsteuerung gezielt zu unterstützen, wenn die Signalübertragung vom Gehirn zum Muskel beeinträchtigt ist. Dazu zählen zum Beispiel Lösungen zur Reduktion von Tremor bei Parkinson-Patienten.

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Monika Steger (Geschäftsführerin, Bayern Kapital): „Die Technologieplattform von Noxon, mit der sich menschliche Muskeln ‚auslesen‘ und im nächsten Schritt sogar stimulieren und aktivieren lassen, verfügt über signifikantes Potenzial in verschiedenen Anwendungsbereichen – insbesondere selbstverständlich in der Therapie und der medizinischen Rehabilitation. Potenziell können auf dieser Basis verschiedene, aktuell nur schwer therapierbare Krankheiten oder Verletzungen wie Parkinson oder Lähmungen schneller und damit für den Patienten schonender behandelt werden. Sowohl für die Medizintechnik als auch für das Gesundheitswesen würde dies einen großen Mehrwert darstellen. Damit ist Noxon für uns ein vielversprechendes Investment.“