„Auf dem Weg zum KI-nativen Versicherer“: InsurTech Hub Munich & QAware veröffentlichen Whitepaper

Wie gelingt der Schritt zu einem vollständig KI-nativen Betriebsmodell?

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Whitepaper "Auf dem Weg zum KI-nativen Versicherer" vom InsurTech Hub Munich & QAware

Bildnachweis: InsurTech Hub Munich, QAware, VentureCapital Magazin, Pixabay.

Mehr als 50 Prozent der Versicherungsunternehmen nutzt Künstliche Intelligenz bereits, aber nur punktuell – als strategischen Hebel bleibt sie weitestgehend ungenutzt. Projekte versprechen als Showcases viel, scheitern jedoch oft am Übergang vom Piloten in die Skalierung. Das eigentliche Problem ist organisatorischer und strategischer Natur. Das größte Potenzial von KI liegt im Kerngeschäft. Zu diesem Ergebnis kommt das neue Whitepaper „Auf dem Weg zum KI-nativen Versicherer“, welches der InsurTech Hub Munich gemeinsam mit QAware veröffentlicht hat.

Für die Publikation wurden Versicherungsunternehmen befragt, die einen Großteil des deutschen Versicherungsmarktes abdecken. Ergänzt wurden die Befragungen durch C-Level-Interviews, die tiefe Einblicke in strategische Überlegungen und praktische Umsetzungserfahrungen ermöglichen.

Die Zahlen belegen: Bereits 89% der Versicherer verfügen über eine KI-Strategie – das Thema ist auf Vorstandsebene angekommen. Die größten Potenziale sehen die Unternehmen in Schadenmanagement, Kundenservice sowie Vertrieb und Beratung. Dort reduzieren KI-Assistenten und automatisierte Workflows bereits heute Durchlaufzeiten und schaffen Freiräume für persönliche Beratung.

Dennoch bleibt KI häufig ein Zusatztool und ist noch nicht durchgängig in Prozesse, Organisation und Wertschöpfung integriert. „Viele Versicherer haben den Einstieg in KI längst geschafft. Die eigentlichen Herausforderungen sind: Erstens, den Mut zu haben, bestehende Prozesse von den KI-Möglichkeiten her neu zu denken, und zweitens, es zu schaffen, aus vielversprechenden KI-Showcases breit genutzte und gut integrierte Lösungen zu machen“, so Dr. Josef Adersberger (Geschäftsführer, QAware & Beiratsmitglied InsurTech Hub Munich). „Der eigentliche Engpass ist nicht die Technologie, sondern das Zusammenspiel von wirksamer Organisation und strategischem Geschick – und dem Mut, KI dort anzuwenden, wo es am meisten wehtut, aber auch am meisten wirkt: im Kerngeschäft.“

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Als Hauptursachen für das Scheitern identifiziert die Studie fehlende End-to-End-Verantwortung, unklare Priorisierung und mangelnde Verzahnung von Fachbereichen, IT und Compliance. Rund die Hälfte aller Transformationsvorhaben scheitert nicht an der Technik, sondern an kulturellen Widerständen. Die Experten empfehlen daher, für jeden Euro Entwicklungskosten einen weiteren Euro in Change Management zu investieren. „Die Ergebnisse zeigen sehr deutlich: KI entfaltet ihre Wirkung nur dann nachhaltig, wenn sie als Teil der Gesamtstrategie verstanden wird“, so Dr. Klaus Driever (Vorstandsvorsitzender, InsurTech Hub Munich). „Versicherer müssen die Balance zwischen zwei gegenläufigen Kräften finden: auf der einen Seite der Versuchung widerstehen, aus Angst einen Trend zu verpassen blind in KI zu investieren – auf der anderen Seite aber auch nicht zu zögerlich agieren, nur um bewährte Strukturen und Erträge zu schützen. Als InsurTech Hub Munich bringen wir gemeinsam mit Partnern wie QAware Versicherer, Technologieanbieter und Experten zusammen, um Orientierung zu geben und den branchenweiten Austausch zur Transformation aktiv zu fördern.“

Das Whitepaper finden Sie hier zum Download!