Eversion Technologies sichert sich erfolgreich Seed II-Finanzierungsrunde

Angeführt vom Family Office Kammerer Holding & Chancenkapitalfonds der Kreissparkasse Biberach

Gründerteam der Eversion Technologies
Gründerteam der Eversion Technologies

Bildnachweis: Eversion.

Eversion Technologies (Konstanz) hat im Rahmen einer Seed II-Finanzierungsrunde 2,3 Mio. EUR eingeworben. Angeführt wird die Runde vom Family Office Kammerer Holding sowie vom Chancenkapitalfonds der Kreissparkasse Biberach. Auf Basis individueller Bewegungsdaten entwickelt das Konstanzer Unternehmen innovative Einlegesohlen, die Fehlbelastungen durch den Schuh ausgleichen – eine häufig übersehene Ursache für Knie-, Hüft- und Rückenbeschwerden. Mehr als 1.500 Kunden nutzen die Lösung bereits.

Muskel-Skelett-Beschwerden sind der häufigste Grund für Krankschreibungen; etwa jeder vierte Krankheitstag in Deutschland geht auf sie zurück. Eine oft übersehene Ursache steckt im Schuh: Er bringt den Fuß in eine Fehlbelastung, die sich bis in Knie, Hüfte und Rücken auswirken kann. Klassische Einlagen stützen den Fuß zusätzlich ab, während die 0°-Sohle von EVERSION ihn mobilisiert und zurück in Bewegung bringt. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie Hüftschmerzen den Alltag bestimmen können. Umso mehr freut es mich, dass wir mit unserer Lösung so vielen Menschen helfen können“, erklärt Julia Zimmermann (CEO & Co-Gründerin, Eversion Technologies).

Eversion | Produkte
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Dafür wird zunächst mithilfe von Sensorsohlen und einer App im Alltag über zwei Wochen das Bewegungsverhalten und die Fehlstellung im Schuh gemessen. Ein biomechanisches 3D-Anatomiemodell übersetzt diese Daten in ein individuelles Belastungsprofil. Daraus entsteht eine Einlegesohle mit zwei Funktionen: Ihre Unterseite gleicht die Fehlbelastung datenbasiert aus und bringt den Fuß beim Stehen und Gehen in eine natürliche 0°-Stellung, während ihre Oberseite ihm ermöglicht, sich frei zu bewegen.

Mit der neuen Finanzierung verfolgt das Medtech-Start-up klare Wachstumsziele, allen voran die Skalierung von Vertrieb und Marketing. Dafür erweitert das junge Konstanzer Unternehmen sein Partnernetzwerk aus Ärzten, Therapeuten und Sanitätshäusern. Das übergeordnete Ziel bleibt jedoch gleich: Betroffenen den Zusammenhang zwischen Schuhen, Fehlbelastung und Beschwerden aufzeigen und nachhaltig helfen.

Die Seed-II-Runde wird angeführt vom neu hinzugekommenen Family Office Kammerer Holding und vom Chancenkapitalfonds der Kreissparkasse Biberach, der bereits in der Seed-I-Runde (Januar 2025) als Lead-Investor fungierte und weiter an Bord bleibt. Weitere renommierte VCs, Fonds und Family Offices unterstützen die Runde: der von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft gemanagte Start-up BW Seed Fonds, die S-Kap Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, Meerkat, die Kapitalbeteiligungsgesellschaft der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, Turtle sowie Business Angels aus den Netzwerken Heimatboost, BACB und hivn. „Zertifizierung, Markteintritt, Erstattungsfähigkeit: Es ist beeindruckend, welche Meilensteine das Team in den vergangenen Monaten in kurzer Zeit erreicht hat“, so Jürgen Maucher (Geschäftsführer, Chancenkapitalfonds der Kreissparkasse Biberach).

Seit der Seed-I-Runde im Januar 2025 hat Eversion zentrale Meilensteine erreicht. Auf die CE-Zertifizierung als Medizinprodukt folgten Ende 2025 der Markteintritt sowie die Erstattungsfähigkeit: Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten im Rahmen eines Präventionskurses nach Richtlinien der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP); Privatversicherte erhalten mit Rezept für Ganganalyse und Einlagen eine Erstattung über ihre Krankenversicherung. Seither ist die Kundenzahl auf mehr als 1.500 gewachsen – mit steigender Tendenz. Christopher Kammerer (Family Office Kammerer): „Als Family Office investieren wir langfristig und mit Überzeugung. Eversion vereint das, worauf es uns ankommt: eine echte Lösung für ein weit verbreitetes Problem, ein starkes Team und ein tragfähiges, innovatives Geschäftsmodell. Wir freuen uns, diesen Weg mitzugestalten.“

Über die Webseite können Endkunden die Einlegesohle direkt beziehen.