Deutschland ist das europäische Venture Capital-Land Nummer 1. 21% des europaweit investierten Kapitals ist im zweiten Quartal 2013 laut Dowjones Venturesource (www.venturesource.com) an junge Unternehmen hierzulande geflossen.
In einer 1. Finanzierungsrunde gelingt es dem Braunschweiger Unternehmen Capical (www.capical.de), neben dem High-Tech Gründerfonds (www.high-tech-gruenderfonds.de) als bestehenden Investor die M-Invest (www.m-invest.eu) und die KfW (www.kfw.de) als neue Kapitalgeber zu gewinnen.

Wenn die Aussicht auf das eigene Unternehmen spannender ist als die Karriere in Wissenschaft oder Konzern, bricht der Unternehmergeist durch. Welche Idee sie verfolgen, ob es Vorbilder gibt und aus welchen Erfahrungen sie besonders viel gelernt haben, berichten Entrepreneure im Gründerinterview – dieses Mal Falko Buttler von CaloryGuard.
Die FutureCarbon GmbH gehört zu den Vorreitern im Bereich der Graphen-Produkte und entwickelt z.B. elektrisch leitfähige Farbanstriche und Pasten[/caption]Lange Zeit träumten Wissenschaftler von Graphen als dem idealen Werkstoff. Dass sie es jemals entdecken würden, hatten die meisten von ihnen schon aufgegeben. Bis zum Jahr 2004: Damals verblüfften Andre Geim und Konstantin Novoselov die Physikergemeinde, indem sie ein Stück Graphit auf einen Klebestreifen klebten und diesen so oft abzogen, bis die letzte atomare Schicht erreicht war: reines Graphen. Das Netz aus sechseckig aneinandergereihten Kohlenstoffatomen hat eine ca. 100-mal schnellere Leitfähigkeit als Silizium und ist 125-mal fester als Stahl. Auch FutureCarbon aus dem fränkischen Bayreuth hat sich auf das „Wundermaterial“ spezialisiert.
Dr. Michael Brandkamp[/caption]Neue Materialien sind in Investorenkreisen begehrt, doch scheuen viele vor dem Zukunftsfeld (noch) zurück. Schließlich bedarf es bei der Entwicklung neuer Werkstoffe und Materialien eines langen Atems – Risiko nicht ausgeschlossen. Warum Corporates wie Evonik und BASF trotzdem auf das Thema setzen, erklärt Dr. Michael Brandkamp, Sprecher der Geschäftsführung des High-Tech Gründerfonds.
Neue Materialien finden Anwendung in Branchen verschiedenster Couleure[/caption]Viele Schlüsseltechnologien der Zukunft basieren auf naturwissenschaftlichen Phänomenen, deren Auswirkungen erst in der Gegenwart erstmalig erforscht werden. Ob Energieeffizienz, Informations- und Kommunikationstechnik oder Verkehrswesen, überall kommen „neue Materialien“ zum Einsatz. Mit ihnen sollen die komplexen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen von morgen gemeistert werden.

Nur im Zusammenspiel mit individualisierten Therapie- und Darreichungsformen können personalisierte Wirkstoffe ihre volle Wirksamkeit entfalten. Die Heilbronner Medimetrics GmbH, eine Ausgründung des Philips-Konzerns, sorgt mit ihrer IntelliCap Technologie dafür, dass Therapiestoffe zielgenauer und patientengerechter verabreicht werden können – mittels einer intelligenten Einwegkapsel.
Die Beteiligungsgesellschaft Perusa Partners (www.perusa.de) veräußert Kammann Maschinenbau (www.kammann.de) an den Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (www.kba.com).
Peter Rampling[/caption]Konzerne entdecken zunehmend wieder den Bereich Corporate Venture Capital für sich und versuchen daneben über hauseigene Inkubator- oder Accelerator-Programme frühzeitig an Innovationen beteiligt zu sein. Neben deutschen Unternehmen wie Axel Springer, Telekom oder ProSieben fahren auch internationale Konzerne „zweigleisig“ und finden mehr und mehr Gefallen am Gründerstandort Deutschland. Ein Beispiel dafür ist der Telekommunikationsriese Telefónica, dessen Geschicke im digitalen Bereich Peter Rampling leitet.
Die Starnberger Beteiligungsgesellschaft Aheim Capital (www.aheim.com) realisiert mit seinem Unternehmer-Fonds ein Exit und veräußert Ecronova Polymer (www.ecronova.de) an das amerikanische Unternehmen Michelman (www.michelman.com).
Mithril verkauft Global Solar Energy an den chinesischen Energiekonzern Hanergy.

Facebook ist total überbewertet, was den Nutzen für die meisten Unternehmen anbetrifft. Es ist ein Schaf im Wolfspelz. Uns wird suggeriert, dass jeder – ob Mensch, ob Firma – dabei sein müsse. Man kann auf Facebook aber keine Zimmer buchen, keinen Termin für die Maniküre ausmachen und Zierfische kann man dort auch nicht kaufen. Was also bietet Facebook an Mehrwert gegenüber einer normalen Webseite?
Die LfA Förderbank Bayern (www.lfa.de) und Evobis (www.evobis.de) prämieren die drei besten Start-ups und Unternehmer des diesjährigen Münchner Businessplan Wettbewerbs.
VR Equitypartner (www.vrep.de) übernimmt gemeinsam mit Bader & Hirn Beteiligungs GmbH die Mehrheit an vohtec Rissprüfung (www.vohtec.de).

Konzern-Spin-offs haben vielerlei Motive: Großkonzerne und Mittelständler trennen sich von Bereichen, die nicht zum Kerngeschäft passen oder nur einen Nischenmarkt bedienen. Manch einer trennt sich auf diese Weise auch von unrentablen Geschäften. Die operativen Anforderungen für die Investoren sind in jedem Fall hoch. Ein ergänzendes Interview zum Beitrag Attraktives Feld mit hohen Hürden.

