3,8 Mio. EUR für Allogenetics

NBank Capital ist Leadinvestor

Allogenetics erhält 3,8 Mio EUR Venture Capital für ex-vivo-Gentherapieansatz (c) Akarawut - stock.adobe.com
Allogenetics erhält 3,8 Mio EUR Venture Capital für ex-vivo-Gentherapieansatz (c) Akarawut - stock.adobe.com

Bildnachweis: Akarawut – stock.adobe.com.

Im Rahmen einer Pre-Series-A-Finanzierungsrunde hat das Start-up Allogenetics insgesamt 3,8 Mio. EUR erhalten. Mit dem Kapital entwickelt das Start-up seinen Ex-vivo-Gentherapieansatz für verbesserte Ergebnisse bei Organtransplationen weiter. Die Finanzierungsrunde wurde von NBank Capital angeführt, zu den weiteren Investoren gehören der Carma Fund, der Life Science Valley Wachstumsfonds sowie weitere strategische und private Investoren.

Die Mittel werden eingesetzt, um Allogentics‘ Leitprogramm ALG-115 durch vorbereitende präklinische Studien (IND-enabling-Studies) bis hin zu ersten klinischen Studien am Menschen im Bereich der Lungentransplantation weiterzuentwickeln. Der Beginn dieser Studien ist für Ende 2027 bis Anfang 2028 geplant. „Der Abschluss unserer Pre-Series-A-Finanzierung ist ein wichtiger Schritt für Allogenetics auf unserem Weg von einer soliden wissenschaftlichen und präklinischen Grundlage hin zur klinischen Entwicklung. Mit unserem Ansatz greifen wir zentrale Herausforderungen in der Organtransplantation mit einer grundlegend anderen Strategie an.Wir sind überzeugt, dass wir damit das Potenzial haben, das bestehende Behandlungsparadigma zu verändern und wesentliche Herausforderungen wie die Abstoßung von Transplantaten und die Nebenwirkungen einer langfristigen Immunsuppression zu adressieren“, sagte Dr. Oliver Ernst, Chief Executive Officer von Allogenetics. „Wir danken NBank Capital und unserem gesamten Investorenkonsortium für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen. Gemeinsam arbeiten wir daran, unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse in Therapien umzuwandeln, die die Behandlungsergebnisse und die Lebensqualität von Transplantationspatientinnen und -patienten nachhaltig verbessern könnten.“

Neuartige Behandlung der Organe vor der Transplantation

Trotz technologischer Fortschritte in der Organtransplantation bleiben die langfristigen Überlebensraten von Transplantationspatientinnen und -patienten niedrig. Darüber hinaus kann die lebenslange Einnahme von Immunsuppressiva schwere Nebenwirkungen verursachen und stellt eine erhebliche Belastung für Patientinnen und Patienten dar. Allogenetics verfolgt einen grundlegend anderen Ansatz, indem Spenderorgane ex vivo, also vor der Transplantation, einmalig gentherapeutisch behandelt werden. Durch die gezielte Reduktion antigenpräsentierender Moleküle (MHC I und II) auf der Zelloberfläche soll verhindert werden, dass das Immunsystem der Empfängerin oder des Empfängers das Spenderorgan abstößt, während gleichzeitig die Immunabwehr erhalten bleibt. ALG-115 hat in präklinischen Studien bereits überzeugende Ergebnisse in Schweinemodellen gezeigt, mit einem Überleben von acht Jahren nach Lungentransplantation ohne Immunsuppressiva. Das Ziel der Behandlung mit ALG-115 ist es, den Verlust von Transplantaten zu reduzieren und gleichzeitig die Notwendigkeit einer lebenslangen Immunsuppression zu beseitigen. „Allogenetics ist an einem spannenden Wendepunkt. Überzeugende präklinische Daten belegen die Anwendbarkeit und das transformative Potenzial des innovativen Gentherapieansatzes. Wir sehen eine klare Chance und sind überzeugt, dass das Unternehmen hervorragend aufgestellt ist, um diesen wichtigen nächsten Schritt in Richtung klinischer Entwicklung zu gehen“, ergänzte Susanne Hauck, Beteiligungsmanagerin der NBank Capital. „Die differenzierte, direkt am Organ ansetzende Technologie von Allogenetics in Verbindung mit der Stärke des wissenschaftlichen Teams und des Managements gibt uns großes Vertrauen in das Potenzial des Unternehmens, wichtige bislang ungedeckte medizinische Bedürfnisse in der Transplantationsmedizin zu adressieren. Wir freuen uns darauf, Allogenetics in dieser spannenden nächsten Entwicklungsphase auf seiner Mission zu unterstützen, Patientinnen und Patienten ein längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.“