BVT-CAM Private Equity New Markets Fund: Den „Rest der Welt“ im Fokus

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Grundgerüst wie bekannt

Die Eckdaten des mittlerweile siebten BVT-Dachfonds für Private Equity folgen im Wesentlichen der gewohnten Linie: 20 Mio. Euro Zielvolumen sollen parallel mit dem Kölner Dachfondsmanager CAM, der nur für institutionelle Kunden tätig ist, in 15 bis 20 derzeit noch nicht feststehende Zielfonds aus dem besten Viertel ihrer jeweiligen Märkte investiert werden. Unter den namensgebenden „New Markets“ versteht BVT besonders schnell wachsende Private Equity-Märkte in den Volkswirtschaften des asiatisch-pazifischen Raums (China, Indien, Südostasien), Lateinamerika, Südafrika, Zentral- und Osteuropa sowie Russland. Zu den bevorzugten Regionen gehören auch Japan, Südkorea, Australien und Israel, da dort zwar die Volkswirtschaften vergleichsweise reif sind, Private Equity jedoch eine noch recht junge Finanzierungsform darstellt und professionellen Managern daher höhere Renditen winken als in anderen etablierten Märkten.

 

Aussichtsreiche Zielregionen

Diese Einschätzung wird durch eine Analyse des Investmentberaters Cambridge Associates unterstützt, wonach das beste Viertel der New Market Private Equity-Fonds zwischen 2001 und 2006 eine Durchschnittsrendite („Pooled IRR“) von 23,9% p. a. erzielen konnte gegenüber 26,4% für US-Buyout-Fonds und 5,6% für US-VC-Fonds. Bei Betrachtung kürzerer Zeitspannen (2004 bis 2006 sowie nur 2006) konnten die New Markets sogar einen Renditevorsprung ausweisen. Von einem Nischenmarkt kann man allerdings nicht mehr sprechen: 2006 sammelten die seinerzeit 162 in den New Markets investierenden Zielfonds 33 Mrd. USD ein – 29% mehr als im Jahr davor.

 

Die Finanzierungszusagen des vermögensverwaltend gestalteten Dachfonds sollen 138% des Fondsvolumens erreichen. Das hierbei planmäßig eingegangene Overcommitment soll aus frühen Rückflüssen bedient werden. Die Zielfonds sollen über Lebensphasen, Regionen, Branchen und Auflegungsjahre gestreut werden. Höchstens 30% sollen in VC-nahe Fonds fließen und sehr große Fonds nur in Ausnahmefällen gezeichnet werden. Mit einer Gewinnbeteiligung von 10% nach 8% p. a. Vorzugsverzinsung (mit Catch-up-Klausel), 5% Agio, 7,5% anfänglichen Einmalkosten und durchschnittlich 1,35% jährlichen Kosten bewegt sich der neue BVT-Dachfonds im üblichen Rahmen des Marktes. Die Einzahlungen sind verteilt über rund dreieinhalb Jahre fällig.

 

Fazit:

Seit Dachfonds Nr. 5 mischt BVT maximal 20% „Neue Märkte“ bei. Mit dem neuesten Dachfonds können Anleger gezielt in den „Rest der Welt“ investieren und eines der bislang wenigen für Privatanleger zugänglichen Produkte erhalten, das in Emerging Markets anlegt. BVT wurde für seine Transparenzoffensive in der Presse gelobt, die Ergebnisse der bisherigen Dachfonds lassen die Risiken ebenfalls begrenzt erscheinen.                                      

 

Volker Deibert