Gründer- und Innovationszentrum für München geplant

Gründer- und Innovationszentrum für München geplant
Susanne Klatten, Josef Schmid und Ilse Aigner (v.l.n.r.) bei der Vorstellung der Pläne für das neue Gründer- und Innovationszentrum.
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„Die Frage ist: Was ist sinnvoll, was menschlich? Smart ist nicht gleich lebenswert“, begründete die UnternehmerTUM-Gesellschafterin und BMW-Erbin Susanne Klatten die Notwendigkeit eines solchen Zentrums, in dem sich Gründer, Kreative, Designer und Architekten vernetzen, aber auch die Öffentlichkeit einbeziehen sollen. Entstehen soll die Einrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Luitpoldkaserne im Stadtteil Schwabing. „Der besondere Standort im Kulturquartier schafft eine kreatives Umfeld, das ein Anziehungspunkt für nationale und internationale Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Start-up-Szene sein wird“, ist Klatten überzeugt. Die bayerische Landeshauptstadt stellt das Grundstück in Erbpacht zur Verfügung, die Bau- und Betriebskosten werden von der UnternehmerTUM getragen. „Start-ups brauchen – insbesondere in einer teuren Stadt wie München – einen Platz und ein Zuhause“, begründete Münchens Zweiter Bürgermeister Josef Schmid das Engagement der Stadt. Weiter führte er aus: „Alle Unternehmen, die München heute prägen – und finanzieren – sind aus Technologiegründungen entstanden.“

In dem neuen Gründer- und Innovationszentrum sollen, geht es nach den Wünschen der Planer, zukünftig die industriellen Stärken des Freistaats in den Bereichen Cleantech, Mobilität und Fertigung unter dem Sammelbegriff Smart City Solutions gebündelt werden. Anders als das Angebot der UnternehmerTUM in Garching, das sich bei den Qualifizierungsangeboten für Studierende und Wissenschaftler ausschließlich an solche der Technischen Universität richtet, ist der Anspruch des Zentrums im Kulturquartier ein internationaler, für den es weltweite Ausschreibungen geben soll. Ein Bestreben, das auch die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner begrüßt. „München soll die Spitze eines international sichtbaren Start-up-Ökosystems Bayern sein“, sagte sie bei der Vorstellung der Pläne. Ziel der bayerischen Staatsregierung sei es, insbesondere skalierbare Hightech-Gründungen zu fördern.

Ganz in trockenen Tüchern ist das neuen Gründer- und Innovationszentrum allerdings noch nicht. Der Stadtrat muss das Vorhaben noch absegnen. Dies soll am 16.02.2016 passieren. Nach dem anschließenden Erstellen eines detaillierten Konzepts für den Neubau, die Gewinnung weiterer Partner und die Ausschreibung eines Generalübernehmerwettbewerbs wird mit dem Beginn der Bauarbeiten in 2017 gerechnet.