Konzerne und ihre CVC-Aktivitäten

Konzerne und ihre CVC-Aktivitäten
Vorsicht zerbrechlich - Konzerne und ihre CVC-Aktivitäten
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Wer heute wichtige bahnbrechende Innovationen verpasst, ist schnell im internationalen wirtschaftlichen Wettbewerb hintendran. Große Unternehmen investieren deshalb Corporate Venture Capital (CVC) in Start-ups mit neuen Geschäftsmodellen, um am Puls der Zeit zu bleiben und sich auch Innovationen von außen ins Haus zu holen. Diese Strategie und viel Cash in den Bilanzen treiben den CVC-Markt auch in Deutschland.

Im Wesentlichen betreiben Konzerne ihr Corporate Venturing auf drei Wegen. Entweder investieren sie aus der Konzernbilanz (oft über eine Tochtereinheit) oder sie gründen einen eigenen CVC-Fonds oder sie investieren in einen externen CVC-Fonds, der Kapital von verschiedenen Investoren sammelt. Ziel: Neue Trends und Entwicklungen aufgreifen und die eigene Innovationsfähigkeit hochhalten.

Phasen: Later und Early Stage

Dirk Nachtigal, BASF Venture Capital CVC
Dirk Nachtigal, BASF Venture Capital

Dirk Nachtigal, Managing Director bei BASF Venture Capital, sieht einen „ganz klaren Aufwärtstrend“ in Deutschland, was sich sowohl bei der Zahl der CVC-Fonds und CVC-Einheiten als auch bei den Investitionsaktivitäten zeige. „Beispielsweise sind beim High-Tech Gründerfonds (HTGF) aktuell am zweiten Fonds deutlich mehr Corporates beteiligt als am ersten“, so Nachtigal. Auch der Weg über Inkubatoren und Accelleratoren werde zunehmend beschritten, um sich Innovationen von außen in den Konzern zu holen. BASF Venture Capital investiert nicht mittels eines Fonds, sondern hat bereits 2001 eine Tochtergesellschaft gegründet – mit einem Budget von zunächst 100 Mio. EUR, welches 2008 auf 175 Mio. EUR aufgestockt wurde. In knapp 15 Jahren wurden insgesamt 35 Investments in den Phasen Early- und Later Stage gemacht. „Wir investieren weltweit, am meisten bisher – vom Kapitalvolumen her – in Nordamerika“, sagt Nachtigal. In Deutschland war in den letzten drei Jahren kein Investment dabei. „Wir sind mehr im B2B-Bereich aktiv, während in Deutschland eher mehr im IT- und B2C-Bereich passiert.“ Das jüngste Investment sei vor wenigen Monaten die US-Firma QDVision nahe Boston gewesen, die eine Quantumdot-Technologie zur verbesserten Farbgebung bei Fernsehern und Monitoren entwickelt habe. Für 2016 rechnet Nachtigal mit etwa zwei Transaktionen.

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