Second Closing: Biotech-Start-up sichert sich weitere 21,2 Mio. EUR für Krebsimpfstoffe

Second Closing: Biotech-Start-up sichert sich weitere 21,2 Mio. EUR für Krebsimpfstoffe
Amal Therapeutics forscht an Impfstoffen gegen Krebs.
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Das Schweizer Biotech-Unternehmen Amal Therapeutics arbeitet an einer Impfung gegen Darmkrebs. Außerdem entwickeln die Genfer eine Technologieplattform für weitere peptidbasierte Tumor- und Krebsimpfstoffe. Im September 2017 hat das Start-up ein erstes Closing seiner Series B-Runde bekannt gegeben. Die Firma hatte 8 Mio. EUR eingesammelt. Jetzt haben sich alle bestehenden Investoren zum Final Closing erneut beteiligt: Der Boehringer Ingelheim Venture Fund, BioMedPartners, der Helsinn Investment Fund, VI Partners, Schroder Adveq und der High-Tech Gründerfonds erhöhen ihre Finanzierung um 21,2 Mio. EUR. Damit sichert sich Amal Therapeutics insgesamt 29,2 Mio. EUR. Mit dem frischen Kapital soll eine klinische Studie für den ersten Impfstoff realisiert werden – mit Beginn im Sommer 2019. Zudem will das Biotech-Start-up seine Technologieplattform Kisima weiterentwickeln.

Weltweit sind etwa 1,4 Millionen Menschen an Darmkrebs erkrankt. Etwa die Hälfte stirbt daran. Bis 2030 wird die Zahl der Betroffenen auf 2,2 Millionen steigen. Das ergeben Zahlen des Robert Koch-Instituts. Die Schweizer Amal Therapeutics SA will mit einer Impfung gegen die Krankheit vorgehen. Das Biotech-Start-up forscht an einem Wirkstoff: ATP128 soll mit einer klinischen Studie den nächsten Schritt auf dem Weg zur Arzneimittelzulassung gehen. Zudem entwickeln die Genfer eine proprietäre Technologieplattform für weitere Tumor- und Krebsimpfstoffe. Kisima soll langfristig zur Immunität führen. Die Lösung soll auf Basis proprietärer Vektoren verhindern, dass die Immunabwehr der Patienten umgangen wird. Die entsprechenden Organismen bestehen aus einem zell-penetrierenden Peptid und einem multi-epitopischen Antigen-Cargopeptid. Das Unternehmen beschreibt seine Plattform als sehr vielseitig. Man könne im Idealfall synthetische Polypeptide für Neoantigene produzieren oder modifizierte Antigene herstellen.

Technologieplattform für Krebsimpfstoffe weiterentwickeln

Die Technologieplattform für Krebsimpfstoffe soll weiterentwickelt werden. Zudem wollen die Schweizer die klinische Studie für ATP128, die Impfung gegen Darmkrebs, im Sommer 2019 starten. Diese Vorhaben kann Amal Therapeutics mit Hilfe von einer Kapitalerhöhung angehen. Im September 2017 hatte das Start-up im ersten Closing der Series B-Runde 8 Mio. EUR eingesammelt. Jetzt haben sich alle damaligen Investoren erneut beteiligt. Zum Final Closing sichert sich das Biotech-Unternehmen weitere 21,2 Mio. EUR und erhöht die Series B-Finanzierung auf 29,2 Mio. EUR. Geldgeber sind die Boehringer Ingelheim GmbH über den Boehringer Ingelheim Venture Fund, die BioMedPartners AG, die Helsinn International Services Sarl, die VI Partners AG, die Schroder Adveq Management AG und die High-Tech Gründerfonds Management GmbH (HTGF). Boehringer Ingelheim, der HTGF und VI Partners hatten sich bereits in der Series A im März 2016 an dem Schweizer Unternehmen beteiligt. Damals erhielt Amal Therapeutics 3 Mio. CHF.

Amal Therapeutics SA, Genf (CH)
Tätigkeitsfeld: Biotech
Investoren: Boehringer Ingelheim GmbH, BioMedPartners AG, Helsinn International Services Sarl, VI Partners AG, Schroder Adveq Management AG, High-Tech Gründerfonds Management GmbH
Volumen: 21,2 Mio. EUR (2. Finanzierungsrunde – erweitert)