Flexible Solarzellen für das Internet der Dinge: Kölner Start-up bekommt Finanzierung

Flexible Solarzellen für Internet der Dinge: Kölner Start-up bekommt Finanzierung
Enerthing will den Betrieb vernetzter Geräte über flexible Solarzellen möglich machen.
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Enerthing entwickelt eine Photovoltaiktechnologie speziell für herausfordernde Beleuchtungsbedingungen – flexible Solarzellen sollen den Betrieb vernetzter Geräte auch bei schlechten Lichtverhältnissen ermöglichen. Das Kölner Start-up sichert sich eine Finanzierung. Die NRW.Bank investiert über ihren Eigenkapitalarm, den NRW.Bank Venture Fonds. Zudem beteiligt sich der Schweizer Energiedienstleister Energie 360° über seinen Smart Energy Innovationsfonds erneut. Weitere bestehende Investoren sind ebenfalls wieder an Bord.

Seit Gründung 2016 verfolgt die Enerthing GmbH das Ziel, eine wirtschaftliche und nachhaltige Lösung für vernetzte Geräte zu entwickeln. Die Zahl der Produkte, die über das Internet der Dinge verbunden sind, steigt. Bisher sind Sensorsysteme und Sender im Betrieb auf Batterien und Verkabelung angewiesen. Die Anschlüsse sind wartungsintensiv, der Batterieaustausch ist zudem ökologisch nicht sinnig. Das will Enerthing ändern: Das Kölner Start-up bietet eine Photovoltaiktechnologie an, die Wartungsfreiheit und nachhaltigen Betrieb der vernetzten Geräte erlauben soll: flexible Solarzellen, die auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder künstlicher Beleuchtung leistungsstark sind. Für verschiedene Nutzer generiert das Unternehmen individuelle Lösungen – am Ende soll die Technologieplattform der Firma aber immer Indoor-Navigation und Asset Tracking erleichtern.

Flexible Solarzellen haben „beste Zukunftschancen“

Jetzt sichert sich das Start-up eine Finanzierung. Die NRW.Bank investiert über ihren NRW.Bank Venture Fonds. Zudem beteiligt sich der Schweizer Energiekonzern Energie 360° AG über seinen Smart Energy Innovationsfonds. Auch weitere bestehende Investoren sind wieder an Bord. 2017 hatte die Fraunhofer-Gesellschaft mit Business Angels in einer ersten Finanzierungsrunde Kapital beigesteuert. Details der aktuellen Transaktion sind nicht veröffentlicht. Metin Zerman, Investmentmanager von Energie 360°, sieht beste Zukunftschancen für die Kölner – für das Internet der Dinge brauche es flexible Solarzellen. Michael Stölting, Vorstandsmitglied der NRW.Bank: „Auch industrielle Prozesse wie die Navigation in Gebäuden oder die Lokalisierung von Waren und Assets verändern sich durch die Digitalisierung.“ Mit Hilfe seiner Anwendung unterstütze Enerthing Unternehmen bei dieser Herausforderung. Diese Ideen für Nordrhein-Westfalen finanziere man als Förderbank, „weil sie NRW im digitalen Wandel weiter vorantreiben“.

Enerthing GmbH, Köln
Tätigkeitsfeld: IoT
Investoren: u. a. NRW.Bank, Energie 360° AG
Volumen: nicht veröffentlicht (2. Finanzierungsrunde)