Internet of Things-Lösung für Container-Überwachung erhält 1 Mio. EUR

Packwise sichert sich Finanzierung

Internet of Things-Lösung für Container-Überwachung erhält 1 Mio. EUR
Packwise will über eine Industrial Internet of Things-Lösung Intermediate Bulk Container überwachen. Die Behälter werden in der Logistik genutzt, um Flüssigkeiten zu transportieren.
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Bildnachweis: © Phil – stock.adobe.com.

Packwise entwickelt eine Industrial Internet of Things-Lösung für die Überwachung von Intermediate Bulk Containern. Das Plug and Play-Gerät Packwise Smart Cap soll Füllstand und Temperatur der Container beobachten und Bewegungen messen. Das Dresdner Start-up will die Anwendung Anfang 2020 serienreif auf den Markt bringen. Die Produktion kann das Unternehmen mit Hilfe einer Kapitalspritze vorantreiben. Packwise sichert sich eine Finanzierung in Höhe von 1 Mio. EUR. Der Technologiegründerfonds Sachsen steigt ein. Zudem beteiligen sich Hüttenes hoch drei und die Golzern Holding.

Die Logistik nutzt Intermediate Bulk Container um Flüssigkeiten zu transportieren. Die Packwise GmbH will die Container und Fässer effizienter einsetzbar machen und Wiederaufbereitung und -verwendung der Behältnisse ermöglichen. Das Dresdner Start-up entwickelt dazu eine Industrial Internet of Things-Lösung, die den Standort der Intermediate Bulk Container verfolgen soll. Das Plug and Play-Gerät Packwise Smart Cap kann laut Machern außerdem Füllstand und Temperatur der Stahl- und Kunststoffbehälter überwachen und Bewegungen messen. Die Anwendung entspricht einem digitalen Zwilling der Fässer. Sie soll über Sensordaten eine intelligente Kreislaufwirtschaft ermöglichen. Die Technologie warnt im Idealfall bei Abweichungen von Parametern und gibt Handlungsempfehlungen. Im vergangenen Jahr haben sich die Dresdner eine erste Finanzierung gesichert. Das Kapital wurde genutzt, um den Prototyp zu entwickeln. Zudem hat das Start-up ein Netzwerk aus Logistikern aufgebaut. Die Firma testet ihr Gerät aktuell mit mehreren Pilotkunden. Das Patent ist angemeldet, außerdem läuft das Verfahren für Zertifizierungen und Zulassungen für verschiedene Industrieanwendungen im Lebensmittel- und Chemiebereich. „Wir arbeiten momentan mit mehreren renommierten Produzenten für die Serienproduktion der Hardware mit Internet of Things-Technologie zusammen“, erklärt Gesche Weger, Geschäftsführerin der Firma. Die Markteinführung ist Anfang 2020 geplant, dann soll der Packwise Smart Cap direkt in großer Stückzahl verfügbar sein.

Container-Überwachung muss nicht einziges Geschäftsmodell bleiben

Die Serienfertigung können die Dresdner jetzt mit Hilfe einer weiteren Kapitalspritze vorantreiben. Das Start-up sichert sich 1 Mio. EUR. Die Technologiegründerfonds Sachsen Management GmbH & Co. KG (TGFS) steigt ein. Zudem engagieren sich die Hüttenes hoch drei GmbH und die Golzern Holding GmbH. „Wir sind davon überzeugt, dass Packwise mit ihren Technologien die Supply Chain revolutionieren wird“, erklärt Sören Schuster, Geschäftsführer des TGFS. Künftig könnten mit der Lösung für die Container-Überwachung auch neue Geschäftsmodelle generiert werden – einfacheres Bestellen und Nachbestellen oder Pay-per-use. Logistikprozesse mit schlauen Sensoren überwachen – dieses Geschäftsmodell haben auch andere Start-ups für sich entdeckt. Zum Beispiel die kanadische Kepler Communications. Über Satelliten im Weltraum will die Firma Lieferketten beobachten und Sendungen verfolgen. 2018 hat sich das Unternehmen eine Finanzierung gesichert – unter anderem von der Wagniskapitaltochter der Deutschen Bahn.

Packwise GmbH, Dresden
Tätigkeitsfeld: Logistik-Software
Investoren: Technologiegründerfonds Sachsen Management GmbH & Co. KG, Hüttenes hoch drei GmbH, Golzern Holding GmbH
Volumen: 1 Mio. EUR (2. Finanzierungsrunde)