Newsenselab erhält siebenstelligen Betrag für Migräne-App

IBB Beteiligungsgesellschaft investiert in Digital Health-Start-up

IBB Beteiligungsgesellschaft investiert in Digital Health-Start-up
Newsenselab bietet eine Migräne-App an, die Betroffenen den Umgang mit der Erkrankung erleichtern soll.
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Bildnachweis: ©goodluz – stock.adobe.com.

Sie wollen digital dem Kopfschmerz voraus sein: Newsenselab bietet eine Migräne-App an, mit deren Hilfe Betroffene Symptome und Auslöser ihrer Kopfschmerzen nachverfolgen können – im Idealfall lassen sich aktiv Schmerzattacken vorbeugen. Das Berliner Start-up erhält eine Finanzierung in siebenstelliger Höhe. Neben den bestehenden Investoren High-Tech Gründerfonds und Think.Health engagieren sich die Noaber Foundation und die IBB Beteiligungsgesellschaft. Das frische Kapital will Newsenselab nutzen, um seine App gemäß neuer Medical Device Regulation-Richtlinien weiterzuentwickeln, um die Grundlage für die Aufnahme in den Leistungskatalog der Krankenkassen zu schaffen.

Migräne ist eine chronische Krankheit. Weltweit sind sehr viele Menschen betroffen. Sie leiden unter Attacken, die nicht nur schmerzen, sondern auch im Alltag extrem einschränken. Die Newsenselab GmbH will Patienten helfen, besser mit der Erkrankung umzugehen. Das Berliner Start-up bietet die App M-sense an. Mit dieser sollen Betroffene Kopfschmerzanfälle, Symptome und Auslöser nachverfolgen und außerdem wissenschaftlich fundierte Therapiemethoden in Anspruch nehmen können. M-sense erfasst zum Beispiel das Wetter als Einflussfaktor, Nutzer der App führen zudem ein Schmerztagebuch. Sie haben auch die Option, ihre Medikamenteneinnahme zu dokumentieren. Im Falle einer Attacke können über das Tool Dauer, Schmerzintensität und Begleiterscheinungen der Migräne erfasst werden. M-sense kann dann laut Machern anhand der medizinischen ICHD-3 Richtlinien entscheiden, ob es sich bei den gelisteten Symptomen tatsächlich um eine Migräne oder eher um Spannungskopfschmerzen handelt. Die Lösung analysiert alle Einträge – je mehr Daten erfasst sind, desto gezielter kann M-sense einen möglichen Auslöser der Anfälle erkennen. Zusätzlich will Newsenselab den Nutzern der App nicht-medikamentöse Therapieoptionen anbieten: Direkt in der Anwendung stehen Entspannungsübungen zur Verfügung, wer Ausdauersport machen möchte, kann mit dem Tool Trainingspläne erstellen. Dazu kommen physiotherapeutische Übungen und personalisierte Wissenslektionen.

Newsenselab strebt Aufnahme in den Leistungskatalog der Krankenkassen an

Die Berliner möchten ihre App schnell gemäß neuer Medical Device Regulation-Richtlinien weiterentwickeln, um damit die Grundlage für die Aufnahme in den Leistungskatalog der Krankenkassen zu schaffen. Diese Vorhaben kann Newsenselab jetzt mit Hilfe einer Finanzierung in siebenstelliger Höhe vorantreiben. Die bestehenden Investoren High-Tech Gründerfonds Management GmbH und Think.Health GmbH engagieren sich erneut. Zudem steigt die IBB Beteiligungsgesellschaft mbH über den VC Fonds Technologie Berlin ein. Außerdem investiert die Noaber Services B.V. Newsenselab-CEO Dr. Florian Körber: „Wir freuen uns, nun mit voller Kraft darauf hinarbeiten zu können, dass 2020 alle Betroffenen endlich M-sense auf Rezept erhalten können.“ Bisherige Ergebnisse aus Studien sind durchaus positiv: Die Datenanalysen ergeben, dass Migränepatienten durch die regelmäßige Nutzung der App ihre Kopfschmerztage um 38% reduzieren können. Gesundheitsangebote über Apps, Telemedizin und weitere Neuerungen – Digital Health ist auf dem Vormarsch. Zum Thema äußert sich Olaf Heinrich von der Zur Rose Group AG im ausführlichen Interview.

Newsenselab GmbH, Berlin
Tätigkeitsfeld: Digital Health
Investoren: High-Tech Gründerfonds Management GmbH, Think.Health GmbH, IBB Beteiligungsgesellschaft mbH via VC Fonds Technologie Berlin, Noaber Services B.V.
Volumen: siebenstelliger Betrag (2. Finanzierungsrunde)