Bildnachweis: NRW.Bank.
Am 12. Juni 2007 lud die NRW.Bank zum ersten Mal in die Rheinterrassen zur Private Equity-Konferenz NRW. Auf zwei 90-minütige Diskussionsrunden folgten bei hochsommerlichen Temperaturen ein Grußwort der damaligen Wirtschaftsministerin Christa Thoben sowie ein gesetztes Dinner. Am 21. Mai 2026 findet die Veranstaltung zum 20. Mal statt – mit weiterentwickeltem Set-up und inzwischen bis zu 800 Besuchern.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die Private Equity-Konferenz NRW zu einem zentralen Wirtschaftsevent in Nordrhein‑Westfalen entwickelt, das weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung erfährt. Organisiert vom Team der NRW.Bank und in Kooperation mit dem Private Equity-Forum NRW ist das Event heute ein jährlicher Treffpunkt für Investoren, Start‑ups, Mittelstand, Politik und Wissenschaft. Was als Forum zur Diskussion über Beteiligungskapital begann, ist heute eine etablierte Plattform für Kapitalgeber und innovative Unternehmer, die gemeinsam nicht nur nach Antworten auf die Herausforderungen der modernen Wachstumsfinanzierung suchen, sondern auch vielfältige Technologie- und Markttrends diskutieren.
Einflussreiche Speaker aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik
Ein Blick auf die vergangenen zwei Dekaden zeigt, wie sehr die Konferenz im Laufe der Zeit gewachsen ist – nicht nur hinsichtlich der Teilnehmerzahl, sondern vor allem bezüglich der Qualität und Vielfalt ihrer Keynotes und Panels. Bereits 2008, bei der zweiten Auflage, standen bekannte Persönlichkeiten wie Prof. Dr. Wolfgang Gerke oder Prof. Werner Seifert am Rednerpult. Seifert, damals Chef der Deutschen Börse, spielte später noch mit seiner Band beim Networking auf und saß selbst am Schlagzeug. In den folgenden Jahren wurde das Spektrum der Redner kontinuierlich erweitert: Renommierte Ökonomen wie Dr. Norbert Walther (damals Chefvolkswirt Deutsche Bank), Prof. Dr. Hans-Werner Sinn und Prof. Dr. Clemens Fuest vom ifo Institut und Experten aus der Wissenschaft wie Prof. Dr. Andreas Pinkwart (HHL Leipzig und einstiger NRW‑Wirtschaftsminister) oder Prof. Achim Wambach (Präsident des ZEW – Leibniz‑Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) traten auf, um strukturelle Rahmenbedingungen und volkswirtschaftliche Perspektiven zu beleuchten und einzuordnen. Auch bekannte Technologie‑ und Zukunftsexperten wie der Digitalkolumnist Sascha Lobo oder Zukunftsforscher Matthias Horx reflektierten Trends wie Digitalisierung und KI aus globaler Sicht – und standen anschließend für Fragen zur Verfügung. Darüber hinaus diskutierten zahlreiche Investoren, Unternehmerpersönlichkeiten und Gründer innovative Geschäftsmodelle und Trends wie Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, ESG oder die Mobilität der Zukunft.
Von der Rheinterrasse zur Messe Düsseldorf und zurück
Nach der Erstauflage der Private Equity-Konferenz in der Rheinterrasse diente der benachbarte Robert-Schumann-Saal im Folgejahr als Veranstaltungsort, bevor die Messe Düsseldorf für mehrere Jahre zum Austragungsort wurde. Zum zehnjährigen Jubiläum fand die Konferenz auf der MS RheinEnergie statt, inklusive abendlicher Rheinfahrt entlang Düsseldorf. In den letzten Jahren hat sich jedoch die Rheinterrasse wieder zum festen Veranstaltungsort etabliert. Die bereits von den Toten Hosen besungene Düsseldorfer Location direkt am Rhein bietet nicht nur ausreichend Platz für Vorträge und Diskussionsrunden, sondern garantiert auch ein stilvolles Networking-Erlebnis – bei schönem Wetter mit Biergarten, Cocktailbar und Blick auf den Rhein.
Hohe Teilnehmerzahlen und lebendiges Networking
Ein Blick auf die Teilnehmerzahlen zeigt, zu welch Magnet sich die Private Equity‑Konferenz NRW inzwischen entwickelt hat: Schon Ende der 2000er-Jahre zog die Veranstaltung mehrere Hundert Interessierte an – ein starker Indikator für das damals stark gewachsene Interesse an Venture Capital und Beteiligungsfinanzierungen. In den letzten Jahren – während der Corona-Pause gab es eine Online-Variante des Events – fanden sich jährlich 600 bis 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Private Equity-Konferenz NRW in der Rheinterrasse ein.
Know-How, Pitches, Marktplatz und Networking
Was die Private Equity‑Konferenz NRW auszeichnet, ist neben den Impulsvorträgen vor allem der aktive Austausch zwischen den Teilnehmenden, der stets um neue Formate erweitert wurde: Am Marktplatz für Beteiligungskapital präsentieren junge, innovative Unternehmen aus NRW ihre Konzepte und suchen direkt das Gespräch mit Investoren und Stakeholdern. Im „Euregional Pitch“ präsentieren Teams aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien ihre Geschäftsmodelle vor Publikum und Kapitalgebern. Auch Speeddating-Formate für Start-ups und Investoren waren bereits Teil des Events.
Fazit: Ein Erfolgsmodell für NRW und darüber hinaus
Seit ihrer Premiere vor 20 Jahren ist die Private Equity‑Konferenz NRW weit mehr als nur ein Treffpunkt geworden: Sie ist ein Spiegelbild der Entwicklung von Beteiligungskapital in NRW, Deutschland und Europa. Mit hochkarätigen Speaker‑Line‑ups, stetig hohen Teilnehmerzahlen, innovativen Formaten und der Rheinterrasse als Location mit Lokalkolorit und Flair hat sich das Event als nachhaltiger Impulsgeber für den Standort sowie die Start-up-, Grown-up- und Investorenszene fest etabliert.



