Bildnachweis: Reflex Aerospace.
Reflex Aerospace erweitert, durch eine geplante Minderheitsbeteiligung der NVIDIA, seine Fertigungskapazitäten in Europa. Die Investition soll dem Unternehmen helfen, die Produktion in Bayern auszuweiten und die Architektur seiner Satellitenplattformen weiterzuentwickeln – mit Schwerpunkt auf der Datenverarbeitung direkt an Bord. Bereits im November 2025 hatte Reflex Aerospace eine Series-A-Finanzierung in Rekordhöhe von 50 Millionen Euro abgeschlossen. NVIDIA stößt damit zu den bisherigen Investoren, darunter Bayern Kapital, HTGF, Alpine Space Ventures und Human Element.
Reflex Aerospace entwickelt und fertigt nutzlastzentrierte Satelliten. Dank der Plattformarchitektur lassen sich die Satelliten schnell an die jeweilige Nutzlast des Kunden anpassen – ob für Erdbeobachtung, Aufklärung, Weltraumlageerfassung oder Kommunikation. Vom Auftrag bis zur Auslieferung eines neu entwickelten Satelliten vergehen bei Reflex Aerospace in der Regel neun bis zwölf Monate; in klassischen Satellitenprogrammen sind es üblicherweise zwei bis vier Jahre.
Mit seiner Strategie reagiert das Unternehmen unmittelbar auf den sicherheitspolitischen Bedarf Europas. Bislang stützt sich die europäische Weltrauminfrastruktur häufig auf wenige, teure Einzelsatelliten. Reflex Aerospace setzt dagegen auf mittelgroße, auf die jeweilige Mission zugeschnittene Satelliten für Konstellationen im niedrigen Erdorbit. Dank kurzer Lieferzeiten können Kunden kritische Fähigkeiten schneller aufbauen und bei Störungen oder gezielten Angriffen rasch ersetzen. Das Unternehmen fertigt in Deutschland und legt großen Wert darauf, Lieferkette, Produktion und Betrieb souverän zu kontrollieren. Damit will Reflex Aerospace kritische Lücken schließen, die Europa beim unabhängigen Zugang zu weltraumgestützter Aufklärung und Kommunikation noch hat. „Europa braucht Satelliten, die es selbstbestimmt bauen, kontrollieren und einsetzen kann – und zwar jetzt“, so Walter Ballheimer (CEO, Reflex Aerospace). „Im vergangenen Jahr haben wir bewiesen, dass unser Ansatz funktioniert – mit unserem ersten Satelliten im Orbit und mit Plattformen für einige der anspruchsvollsten Konstellationen Europas. Dazu gehören Plattformentwürfe für Konstellationen zur sehr hochauflösenden Stereo-Bildgebung ebenso wie für Rechenzentren im Orbit. Wir freuen uns, NVIDIA im Kreis unserer Investoren zu begrüßen, und bauen unsere Produktion weiter aus, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.“



