Castle Private Equity AG (Ausgabe 1/2004)

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Zu 106 % investiert
Der börsennotierte Schweizer Dachfonds Castle Private Equity AG wird von LGT Private Equity Advisers bei der Fondsauswahl beraten und ist in rund 60 Fonds weltweit investiert, die über alle Regionen und Stile gestreut sind. 63 % des Fondsvolumens entfallen auf Buy-out-, 29 % auf Venture Capital-, 11 % auf Special Situations-Fonds und 3 % auf sonstige Vermögenswerte. Der Dachfonds ist zu 106 % investiert. Eine wohlkontrollierte Overcommitment-Strategie gehört seit Anbeginn zur Geschäftspolitik.

Positiver Cash-Flow und niedrige Kreditzinsen
Die Rückflüsse aus Exits der Partnerfonds sind größer als die Investititonen in Abrufe und neue Beteiligungen, so daß die leichte Verschuldung kein nachhaltiges Problem darstellt. Die Zinssätze liegen überdies bei rund 1,6 % p.a. Gemessen an den Commitments stehen 305 Mio. US-$ im VC-Berich 501 US-Mio. $ im Buy-out-Bereich gegenüber. Castles drei größte Venture Capital-Fondsbeteiligungen sind Chancellor Private Capital (aufgelegt 1997), Chancellor V (2000) und Abingworth Bioventures (1997), die drei größten Buy-out-Fondsbeteiligungen sind Blackstone III offshore, WCAS Capital Partner und Doughty Hanson III, alle aufgelegt 1997. Das Währungsrisiko im Dachfonds wurde mittels Absicherungsgeschäften zu 100 % auf den US-$ eingestellt.

Börsen holen Bewertungsabschlag auf
Vom Net Asset Value (NAV) werden jährlich 2 % p.a. Management Fee belastet. Die 10%ige Performance Fee p.a. wird errechnet aus dem kleineren Zuwachs der beiden Größen NAV und Aktienkurs. Bevor die nächste Gewinnbeteiligung fällig wird, muß der Kurs jedoch die „Hochwassermarke“ von rund 125 US-$ übersteigen. Als Market Maker der Aktie fungiert die LGT Bank Liechtenstein. In US-$ gemessen verlor der NAV binnen Jahresfrist 5,3 %, wogegen der Aktienkurs um 35 % zulegte und den Discount von zeitweise 50 % wieder zum Großteil wettmachte. In CHF gemessen sank der NAV um 17,2 %, der Kurs stieg um 22,2 %. Aktuell liegt der Discount auf den NAV bei nur noch rund 10 %.

Fazit:
Niedriges Overcommitment, tragbar geringe Verschuldung, tägliche Handelbarkeit und vorläufig, bis zum Erreichen der High-water mark, „gebührenfreie“ Wertzuwächse sind starke Argumente für den Dachfonds. Mit 60 Fonds ist die Streubreite so breit, daß die Chancen auf eine Performance über dem Marktdurchschnitt begrenzt erscheinen – gleichsam sind die Risiken umso kleiner, sich plötzlich auf einem der letzten Tabellenplätze wiederzufinden.

Volker Deibert


Castle Private Equity AG

Volumen (Mio. CHF) 429,3 in 4,32 Mio. Aktien
Minimum / Stückelung (CHF)  
Rendite-Quotient* 85,42%
Investment-Thema International breit gestreutes Portfolio aus Private Equity-Fonds

Anzahl

Portfoliogesellschaften

ca. 60 Zielfonds
Internet www.castle.li


* Die Kennzahl „Rendite-Quotient“ gibt denjenigen Anteil der Bruttogewinne des Dachfonds an, der nach Abzug von Agio, Verwaltungsvergütung, Gewinnbeteiligung und sonstigen Verwaltungskosten beim Anleger verbleibt (vor Steuern). Hierzu werden die Emittentenangaben herangezogen, ein planmäßiges Fondsvolumen und ein typischer Verlauf unterstellt und die internen Zinsfüße des Netto- und des Brutto-Zahlungsstroms ins Verhältnis gesetzt. Ziel ist die Messung, in welchem Umfang der Anleger am Bruttoergebnis des Fonds teilnimmt.