Case Study: Velox GmbH – Wachstum mit Rohstoffspezialitäten

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Das Geschäftsführer-Trio von Velox (v.l.n.r.): Max Schlenzig, Bernard Goursaud, François Minec
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Als Bernard Goursaud und Max Schlenzig vor ziemlich genau zwei Jahrzehnten ihr Unternehmen gründeten, hatten sie ihre ganz eigenen Vorstellungen von einer europäischen Idee. Die beiden international erfahrenen Distributionsexperten wollten zum einen den Aufbau ihrer Vertriebs- und Marketinggesellschaft für Spezialchemikalien über die nationalen Grenzen hinaus ausrichten. Mindestens ebenso wichtig war ihnen andererseits die enge Partnerschaft mit den Herstellern der von ihnen vertriebenen Rohstoffspezialitäten. „Wir sind nicht nur Händler, sondern als Distributoren auch quasi eine verlängerte Werkbank der Chemikalienhersteller“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Schlenzig. Das umfassende Dienstleistungsspektrum macht es deutlich. Neben dem reinen Vertrieb gehören dazu u.a. die Bereitstellung von Marktinformationen für den Handel und die Vorbereitung von Messeveranstaltungen, aber auch die Entwicklung ganzer Vertriebs- und Preisstrategien. Velox bietet all dies stets für die gesamte Produktpalette eines Herstellers und ist damit ebenso erfolgreich wie mit der europaweiten Ausrichtung. „Die Akquisitionen europäischer Distributoren durch Private Equity-Gesellschaften haben gezeigt, dass wir mit unserer Grundidee von Beginn an richtig gelegen sind“, sagt Schlenzig.

Nachhaltiger Erfolg im Visier

Velox ist mit seinen drei Geschäftsbereichen Kunststoffe, Additive sowie Lacke und Farben bei Raten von jährlich 5 bis 10% seit der Gründung überdurchschnittlich stark gewachsen und erwirtschaftet heute einen Umsatz von rund 100 Mio. EUR im Jahr. Doch das ist nur eine vorläufige Bestandsaufnahme. Mit Blick auf den nachhaltigen Erfolg und auch, um von den ganz großen Herstellern noch besser im Markt wahrgenommen zu werden, setzt das Management auf weiteres organisches Wachstum und – so sich interessante Gelegenheiten bieten – auf Akquisitionen. Eine solche Chance bot sich im vergangenen Jahr, als sich der Wettbewerber Azelis SA von seiner Composite-Sparte trennen wollte. Velox sah in der Akquisition dieses Geschäftsbereichs, der für einen Jahresumsatz von derzeit rund 50 Mio. EUR steht, die Chancen zu einem größeren Wachstumssprung und gleichzeitig einer sinnvollen Ergänzung des vorhandenen Geschäfts.