Angels Talk mit Dr. Heinz Raufer

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Er plädiert für eine „Sonderwirtschaftszone“ für Neugründungen: Der E-Commerce-Pionier Dr. Heinz Raufer, Gründungsaktionär von hotel.de, wünscht sich günstigere Rahmenbedingungen für Start-ups, die auch sein Engagement als Business Angel erleichtern würden. Im Interview mit Dr. Benedikte Hatz von netzwerk nordbayern (www.netzwerk-nordbayern.de) erläutert der 49-jährige Wirtschaftsinformatiker und „Entrepreneur des Jahres 2006“ aus Nürnberg, in welchen Typ Unternehmer er bevorzugt investiert und was ihm als Business Angel besonders Freude bereitet.

Hatz: Herr Dr. Raufer, seit wann sind Sie als Business Angel tätig? Und haben Sie einen Branchenschwerpunkt bei Ihren Investitionen?

Raufer: Ich engagiere mich seit 2001 als Business Angel. Einen Branchenschwerpunkt habe ich nicht, interessiere mich aber branchenübergreifend besonders für Internet-/E-Commerce-Unternehmen. Der jeweilige Online-Markt sollte das Potential haben, gut zweistellig zu wachsen und das jeweilige Business-Modell sollte nachhaltig und skalierbar sein.

Hatz: Wie viele Investments sind Sie bereits eingegangen?

Raufer: Insgesamt waren es bisher acht Investments. In zwei Fällen konnte ich auch schon einen Exit realisieren.

Dr.Heinz RauferHatz: Wie wichtig ist für Sie ein schneller und lukrativer Exit?

Raufer: Mein Hauptaugenmerk liegt nicht auf dem schnellen Euro. Viel wichtiger ist mir der nachhaltige Erfolg „meiner“ Start-ups. Ein Exit ist ohnehin kaum planbar, ergibt sich dann aber durch den Erfolg meist „organisch“.

Hatz: Was war bislang Ihr erfolgreichstes Investment?

Raufer: Meine eigene Gründung hotel.de, in der ich bis Oktober als Vorstandsvorsitzender für Finanzen und Internationalisierung verantwortlich war.