Dienstleister aus der Physiotherapie geht an Private Equity-Gesellschaft

Dienstleister aus der Physiotherapie geht an Private Equity-Gesellschaft
Die Rehacon-Unternehmensgruppe, ein Dienstleister für Physiotherapie, geht an Waterland Private Equity.
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Rehacon betreibt bundesweit Zentren für Physiotherapie. Waterland Private Equity übernimmt den Dienstleister mit Sitz in Gelsenkirchen im Rahmen eines Secondary von Reeder Invest, der Beteiligungsgesellschaft des Gründers und Geschäftsführers Michael Reeder. Er beteiligt sich rück. Der neue Eigentümer will das Wachstum des Unternehmens beschleunigen. Im Rahmen einer Buy and Build-Strategie will Waterland weitere Therapiezentren anschließen und eine einheitliche Dachmarke aufbauen. Das niederländische Private Equity-Haus bringt Erfahrung im Gesundheitsmarkt mit. Seit Jahren vergrößert der Investor sein Portfolio um Kliniken oder Pflegedienstleister.

Die Rehacon GmbH ist Dienstleister im Bereich der Physiotherapie. Das Unternehmen mit Sitz in Gelsenkirchen betreibt bundesweit mehr als 100 Behandlungszentren – damit ist die Gruppe nach eigenen Angaben einer der größten Anbieter auf dem Markt. Mehr als 600 Mitarbeiter sind beschäftigt. Der Jahresumsatz liegt laut Rehacon bei rund 36 Mio. EUR. Physiotherapeut Michael Reeder hat den Grundstein für diese Entwicklung bereits 1992 gelegt – mit der Eröffnung der ersten eigenen Praxis. Ab 1998 kaufte er weitere Therapiezentren zu und vergrößerte die Firmengruppe systematisch.

Einrichtungen für Physiotherapie sollen einheitliche Dachmarke bekommen

Mehr als 20 Jahre später verkauft der Gründer die Einrichtungen für Physiotherapie. Die niederländische Waterland Private Equity Investments B.V. übernimmt die Mehrheit an den Zentren von seiner Beteiligungsgesellschaft, der Reeder Invest GmbH. Details der Transaktion sind nicht veröffentlicht. Reeder beteiligt sich rück. Er wird die Unternehmensgruppe auch weiter leiten. Mit dem neuen Eigentümer soll das Wachstum von Rehacon beschleunigt werden. Neue Therapiezentren sollen angeschlossen werden. Auch durch Konzentration auf komplexe Versorgung, den Aufbau einer einheitlichen Dachmarke und den Ausbau strategischer Partnerschaften mit Klinken will Waterland die Unternehmensgruppe voranbringen. Mittelfristig ist zudem die Expansion ins Ausland angedacht. Die Private Equity-Gesellschaft verfolgt eine klare Buy and Build-Strategie. Dr. Carsten Rahlfs, Managing Partner bei den Niederländern, ist sicher, dass Rehacon gut aufgestellt ist, „um bei der laufenden Konsolidierung im stark fragmentierten Markt von physiotherapeutischen Zentren mitzuwirken“.

Anbieter von Physiotherapie soll von Erfahrung im Gesundheitsmarkt profitieren

Waterland bringt reichlich Erfahrung im Gesundheitssektor mit. Bereits im Jahr 2012 hat die Private Equity-Gesellschaft den Pflegedienstleister Seniocare übernommen. 2014 folgte im Rahmen eines Secondary der Erwerb der Median-Kliniken von Advent und Marcol. In der letzten Woche kaufte Median mit Hilfe von frischem Kapital des Investors die Wied-Klinken zu. Zum Portfolio der Niederländer gehört außerdem die Atos-Klinikgruppe mit Fokus auf Orthopädie. Auch im Fitness-Bereich ist Waterland vertreten – bei Hansefit, einem Sportnetzwerk für Firmenkunden. Rahlfs ist überzeugt, dass Rehacon von den bestehenden Beteiligungen profitieren kann, man könne „Synergien zwischen diesen Unternehmen realisieren und gemeinsam das Wachstum weiter forcieren“.

Rehacon GmbH, Gelsenkirchen
Tätigkeitsfeld: Physiotherapie
Erwerbender Investor: Waterland Private Equity Investments B.V.
Veräußernder Investor: Reeder Invest GmbH
Volumen: nicht veröffentlicht (Secondary)