Technologie für automatisierte Analyse von Verträgen bekommt siebenstelligen Betrag

Technologie für automatisierte Analyse von Verträgen bekommt siebenstelligen Betrag
Rfrnz will die Analyse von Verträgen automatisieren und so Rechtsanwälte entlasten.
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Rfrnz will die Analyse von Verträgen automatisieren – mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Die Technologie soll Rechtsanwälten helfen, Zeit und Kosten zu sparen sowie Fehler zu vermeiden. Das Münchner Start-up sichert sich eine Seed-Finanzierung. Der High-Tech Gründerfonds und die UnternehmerTUM Initiative for Industrial Innovators steigen ein. Zudem beteiligen sich Business Angels. Insgesamt bekommt rfrnz einen siebenstelligen Betrag. Mit dem frischen Kapital wollen die Münchner ihr Wachstum beschleunigen. Team und Technologie sollen weiterentwickelt werden.

Rechtsanwälte in Kanzleien und Unternehmen verbringen viel Zeit damit, in Dokumenten relevante Inhalte zu identifizieren und Risiken zu prüfen. Diese manuelle Analyse von Verträgen ist zeitaufwendig, teuer und fehleranfällig. Die rfrnz GmbH will das Procedere optimieren – mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Sven von Alemann, Mitgründer und CEO des Münchner Start-ups: „Die Analyse von Verträgen ist oftmals ein Bottleneck in Rechts- und Einkaufsprozessen. Wir wollen Kanzleien, Rechtsabteilungen und Einkaufsabteilungen dabei unterstützen, ihre Arbeit zu digitalisieren und zu automatisieren, um damit auch intern zum Beschleuniger zu werden.“ Die Technologie der Firma nutzt laut Machern state of the art-Machine Learning und Natural Language Processing. Algorithmen sollen die Vertragsprüfung automatisieren und optimieren. Kunden nutzen die Contract Intelligence-Plattform des Unternehmens dann, um Klauseln oder Einzeldaten zu identifizieren und zu extrahieren. Zudem soll die Lösung Anomalien erkennen und auf fehlende Themen hinweisen. Die Technologie wurde bereits bei Konzernen, Mittelständlern und Kanzleien implementiert.

Analyse von Verträgen soll Prozesseffizienz realisieren

Rfrnz hat Standorte in München und Berlin – das Start-up will vor allem eines: schnell wachsen. Team und Technologie für die Analyse von Verträgen sollen weiterentwickelt werden. Diese Pläne kann das Unternehmen jetzt mit Hilfe einer Finanzierung beschleunigen. In der Seed-Runde steigen die High-Tech Gründerfonds Management GmbH (HTGF) und die UnternehmerTUM Industrial Innovators LEC GmbH ein. Zudem engagieren sich Business Angels. Kristin Müller, Investmentmanagerin des HTGF: „Mit rfrnz wird ein wesentlicher Teil der anwaltlichen Wertschöpfungskette automatisiert sowie Prozesseffizienz und Kosteneinsparung für den Kunden realisiert.“ Der Markt für Rechendienstleistungen auf Basis künstlicher Intelligenz wird sich laut Müller stark entwickeln. Umfangreiche Dokumente mit Hilfe von Algorithmen zu prüfen – diese Idee gliedern viele Start-ups in ihr Geschäftsmodell ein. Morressier zum Beispiel will so Verbindungen in wissenschaftlichen Texten schneller finden. Im Dezember 2018 hat sich das Unternehmen 4,5 Mio. EUR gesichert.

Rfrnz GmbH, München
Tätigkeitsfeld: KI
Investoren: High-Tech Gründerfonds Management GmbH, UnternehmerTUM Industrial Innovators LEC GmbH, Business Angels
Volumen: siebenstelliger Betrag (1. Finanzierungsrunde)