
Das Medizintechnik-Start-up Vimecon kann für eine Wachstumsfinanzierungsrunde die SHS Gesellschaft für Beteiligungsmanagement (SHS – www.shsvc.net) und DSA Invest als neue Investoren gewinnen. Der Wachstumsinvestor SHS beteiligt sich mit seinem vierten Fonds an Vimeco. Das Herzogenrather Kardiologie-Unternehmen entwickelt und produziert Laser-Katheter zur Behandlung von Herzerkrankungen. Wie schon zuvor nehmen auch die S-VC GmbH, die NRW.Bank (www.nrwbank.de), die KfW (www.kfw.de) sowie Privatinvestoren an der aktuellen Finanzierungsrunde teil. Zur deren Höhe wurde nichts verlautbart.
Humedics (www.humedics.de) kann die aktuelle Finanzierungsrunde nochmals erweitern. Die Schweizer BioMedPartners AG (www.biomedvc.com) schließt sich über ihren Fonds BioMedInvest-II LP dem neu gebildeten Investorenkonsortium, das sich mit Abschluss der der dritten Finanzierungsrunde im November gebildet hat, als Co-Lead an. Dadurch kann sich der Spezialist für Leberdiagnostik 7 Mio. EUR an neuen Mitteln sichern. Dies sind 700.000 EUR mehr als ursprünglich für die aktuelle Finanzierungsrunde geplant waren.

Der High-Tech Gründerfonds (HTGF, www.htgf.de) beteiligt sich an minubo (www.minubo.com). Lead-Investor dieser ersten Finanzierungsrunde über einen siebenstelligen Betrag ist Stefan Schambach, Gründer von Intershop und Demandware. Mit den neuen Mitteln plant der Anbieter von cloudbasierten Business Intelligence Lösungen, insbesondere die Expansion im Ausland voranzutreiben.

Im Koalitionsvertrag haben CDU, CSU und SPD 2013 angekündigt, die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapital in Deutschland zu verändern. Ein Venture Capital-Gesetz sollte Deutschland als Investitionsstandort für Wagniskapital international attraktiv machen, verschiedene weitere Maßnahmen Investitionen in junge Wachstumsunternehmen fördern. Ob dieses Ziel mittelfristig erreicht werden kann, scheint jedoch noch nicht ausgemacht.
Das Social Trading-Netzwerk eToro (www.etoro.com/de) sammelt 27 Mio. USD an frischem Kapital in einer weiteren Finanzierungsrunde ein. Neu eingestiegen sind Ping An Ventures (www.pinganventures.com/en), eine Tochter des chinesischen Versicherungskonzerns Ping An Securities, sowie SBT Venture Capital (www.sbt-vc.com), ein auf Fintech fokussierter Fonds mit der russischen Großbank Sberbank als Hauptkapitalgeber. Die bisherigen Investoren Spark Capital (sparkcapital.com)und BRM Group (www.brm.com) beteiligen sich ebenfalls wieder.

Luxemburg ist nach wie vor Europas größter Standort für Investmentfonds. Weltweit liegt das Großherzogtum hinter den USA auf Rang zwei und sichert sich beim Fondsvertrieb die Spitzenposition: Luxemburger Fonds werden weltweit in über 70 Ländern angeboten. Waren es in der Vergangenheit die OGAW-Fonds, die Luxemburg seine Spitzenposition sicherten, gewinnen in der jüngsten Zeit die alternativen Fonds zunehmend an Bedeutung.

Über ein Jahr schon ist die Große Koalition im Amt. Groß waren die Hoffnungen der deutschen Venture Capital-Szene auf Verbesserungen der Rahmenbedingungen in der hiesigen Wagnis- und Wachstumsfinanzierung. Doch die Hoffnung ist vielerorts der Enttäuschung gewichen, denn den Ankündigungen im Koalitionsvertrag sind kaum Taten gefolgt. Eine Bestandsaufnahme und Aussicht auf hoffentlich bessere Zeiten.
ECM Equity Capital Mangament (ECM – www.ecm-pe.de) hat mit ihrem Fonds German Equity Partners IV den Reiserveranstalter Leitner (www.leitner-reisen.de) zu 100% übernommen. Die bisher vollständig im Besitz der Familie Blankenburg befindlichen Anteile wurden zum 8. Dezember an den Fonds übertragen. Zum Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Nach dem großen Hype im Inkubatoren-Markt stellte sich in den vergangenen Monaten eine gewisse Ernüchterung bei den Brutkästen für Start-ups ein. Insbesondere Konzerne wie beispielsweise ProSiebenSat1, Bertelsmann oder Axel Springer zogen sich in letzter Zeit aus diesem Bereich wieder zurück. Ungebrochen ist allerdings die Beliebtheit eines anderen Vehikels, die der Acceleratoren. Neuestes Programm am Markt ist TechFounders, eine Initiative der UnternehmerTUM.
Die Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek ernennt mit Dominik von Wissel einen neuen Partner. Im Gegensatz zu den drei externen Partnerzugängen in diesem Jahr stammt von Wissel aus den eigenen Reihen. Von Wissel wird zum 1. Januar 2015 seine neue Position einnehmen.

Der Markt zur Kreditfinanzierung von M&A- und Buyout-Transaktionen in Europa erfährt seit einigen Jahren eine fundamentale Veränderung in der Zusammensetzung der Marktteilnehmer. Lag der gemeinsame Marktanteil von Banken und strukturierten Kreditfonds (CLOs) seit 2004 relativ stabil bei 85%, ist dieser seit der Finanzkrise aus folgenden Gründen deutlich rückläufig und liegt aktuell unter 50%: Viele der bis 2008 aufgelegten CLOs laufen zwischen 2014 und 2016 aus, und zwischen 2009 und 2012 wurden in Europa (im Gegensatz zu den USA) deutlich weniger neue CLOs aufgelegt. Banken müssen Assets abbauen, um die nach Basel III geforderten höheren Eigenkapitalquoten zu erreichen; der Bankenstresstest im Oktober 2014 wird diesen Prozess wohl noch beschleunigen. Basel III verlangt besonders hohe Risikogewichte (Eigenkapitalunterlegung) für Leveraged Loans.

Die Beweggründe für Unternehmenstransaktionen wie Käufe oder Verkäufe von Unternehmen oder Unternehmensbereichen, Joint Ventures oder auch steuerliche Reorganisationen sind vielfältiger Natur. Für eine optimale Strukturierung der Transaktion ist es von entscheidender Bedeutung, bereits vorab Bewertungsanalysen oder allgemeine Bewertungsüberlegungen durchzuführen bzw. den Abschluss der Transaktion von einer Würdigung des Transaktionspreises abhängig zu gestalten, denn schließlich gilt auch hier das Sprichwort „Preis ist, was man zahlt, Wert das, was man bekommt“.

Es ist nicht lange her, da sah die Welt der Private Equity-Gesellschaften ganz anders aus als heute. 2012 noch beklagte die Branche Liquiditätsmangel und schlechte Finanzierungsmöglichkeiten. Jetzt hat sich das Blatt gewendet – es herrscht Anlagedruck. Viele Kapitalbeteiligungsgesellschaften haben reichlich Mittel angehäuft, und die Geldgeber erwarten Rendite. Auf nahezu 1,5 Bio. USD summieren sich nach Angaben der Analysegesellschaft Prequin die Reserven im Private Equity-Bereich. „Dry Powder“ nennt man dieses Geld, dessen Einsatz den globalen Markt für Übernahmen nun befeuert. Doch trotz prall gefüllter Kassen spielen bei Private Equity-Deals zunehmend alternative Finanzierungsmodelle wie Factoring und Leasing eine tragende Rolle.

Das britische Medizintechnikunternehmen Quanta Fluid Solutions Ltd (www.quantafs.com) kann in einer neuen Finanzierungsrunde über 34 Mio. EUR (27 Mio. GBP) einsammeln. Angeführt wurde das Investoren-Konsortium erstmals von Aliad, der Venture Capital-Gesellschaft des französischen Gas-Konzerns Air Liquide. Dabei erhöhte auch die Wagniskapitalgesellschaft b-to-v (www.b-to-v.com) ihren Anteil an dem Start-up. Neu investiert hat neben Aliad ebenso die französische Seventure Partners (www.seventure.fr). Von den bestehenden Investoren beteiligten sich außer b-to-v auch Wellington Partners (www.wellington-partners.com), Seroba Kernel (www.seroba-kernel.com), NBGI Ventures (www.nbgipe.com) und IMI plc (www.imiplc.com).

Riskmethods (www.riskmethods.net) sammelt in einer ersten Finanzierungsrunde 2 Mio. USD an Kapital ein. Angeführt wird das Investoren-Konsortium von der Venture Capital-Gesellschaft Senovo (www.senovo.de/). Auch die Investoren aus der Seedphase, Point Nine Capital (www.pointninecap.com), Bayern Kapital (www.bayernkapital.de )und Business Angels wie Alexander Bruehl sind in dieser Runde wieder mit dabei.

