Technologieplattform für schnellere Medikamentenentwicklung erhält Finanzierung

Technologieplattform für schnellere Medikamentenentwicklung erhält Finanzierung
DyNAbind entwickelt eine Plattform der dynamischen DNA-kodierten Bibliotheken. Damit sollen Millionen chemischer Strukturen gleichzeitig an einem Zielprotein getestet werden können.
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DyNAbind entwickelt eine Technologieplattform der dynamischen DNA-kodierten Bibliotheken. Auf deren Basis bietet das Dresdner Start-up Produkte und Kooperationen im Bereich Arzneimittelforschung an. Die patentierte Lösung soll die Medikamentenentwicklung beschleunigen. Der High-Tech Gründerfonds und der Technologiegründerfonds Sachsen beteiligen sich in der Seed-Runde an dem Unternehmen. Zudem investiert die TU Dresden AG erneut. Das frische Kapital will die Firma nutzen, um das Team zu erweitern und einen größeren Laborbereich aufzubauen – so soll die steigende Nachfrage des Marktes besser bedient werden.

Man kann die Suche nach einem neuen Arzneimittel durchaus mit der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen vergleichen. Im Idealfall hätte man einen Magneten, der alles Heu auf einmal scannen kann. Ein solches Tool will die DyNAbind GmbH für die Medikamentenentwicklung zur Verfügung stellen. Das Dresdner Start-up bietet eine patentierte Technologieplattform der dynamischen DNA-kodierten Bibliotheken an. Die Lösung soll chemische Strukturen, die jeweils mit einem einzigartigen, aus DNA hergestellten Barcode versehen sind, miteinander mischen. Es entsteht eine Substanzbibliothek. Diese kann laut Machern zeitgleich an einem Zielprotein von Interesse getestet werden. Dadurch soll die Plattform zehnmal schneller Ergebnisse liefern als herkömmliche Methoden – Millionen chemischer Strukturen können getestet und optimiert werden. DyNAbind kooperiert mit Pharma- und Biotech-Firmen – gemeinsame Erfahrungswerte sollen zuverlässige Ergebnisse mit minimalem Risiko hervorbringen. Die Dresdner haben bereits Zusammenarbeiten mit SoseiHeptares oder der Northwestern University Chicago öffentlich gemacht. Außerdem bietet das Start-up ein Kit für Forschungszwecke in Kooperation mit Merck an.

Medikamentenentwicklung beschleunigen und so Nutzen für Kunden generieren

Nächste Schritte der Firma sollen die Erweiterung des Teams und der Aufbau eines größeren Laborbereichs sein – so wollen die Dresdner die steigende Nachfrage des Marktes besser bedienen können. Diese Vorhaben kann DyNAbind jetzt mit Hilfe einer Seed-Finanzierung angehen. Die High-Tech Gründerfonds Management GmbH (HTGF) und die Technologiegründerfonds Sachsen Management GmbH & Co. KG engagieren sich. Zudem beteiligt sich die TU Dresden AG erneut. Fabian Mohr, Investmentmanager des HTGF: „DyNAbinds Technologie löst viele Hemmnisse von gegenwärtig am Markt verfügbaren, konventionellen Angeboten.“ Das patentierte Bibliotheks-Design und die Auswahl von Fragmenten und kleinen Molekülen aus einem vorteilhaften chemischen Raum werden es dem Start-up nach Mohrs Ansicht im Bereich der Medikamentenentwicklung ermöglichen, wirtschaftlich zu wachsen und Nutzen für die Kunden zu generieren. Der HTGF beteiligt sich immer wieder bei Life Sciences-Start-ups. Erst im April hat der Frühphaseninvestor sein Engagement bei Immunic aufgestockt – das Unternehmen ging zeitgleich zur Kapitalerhöhung über einen Reverse Takeover an die New Yorker Börse.

DyNAbind GmbH, Dresden
Tätigkeitsfeld: Life Sciences
Investoren: High-Tech Gründerfonds Management GmbH, Technologiegründerfonds Sachsen Management GmbH & Co. KG, TU Dresden AG
Volumen: nicht veröffentlicht (2. Finanzierungsrunde)