Bildnachweis: ag-tech.systems .
Das aus Geilenkirchen stammende Start-up ag-tech.systems hat eine Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Neben der NRW.Bank über ihr Programm NRW.SeedCap beteiligten sich weitere Investoren an der Runde. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen die Produktentwicklung vorantreiben, die Anwendung seiner Technologie auf weitere Kulturen ausweiten und die Expansion in internationale Märkte beschleunigen.
ag-tech.systems entwickelt eine Technologie zur chemiefreien Kulturbegleitung auf Basis von Hochspannungsstrom und einer eigens entwickelten Leitflüssigkeit. Diese senkt den elektrischen Eintrittswiderstand der Pflanzen und ermöglicht einen gezielten, witterungsunabhängigen Reifeprozess wichtiger Kulturpflanzen wie Kartoffeln und Hafer. Gleichzeitig lassen sich invasive Unkrautarten wie Erdmandelgras von der Wurzel bis zum Blatt bekämpfen. Das Verfahren hinterlässt nach Angaben des Unternehmens keine chemischen Rückstände im Boden, in Kulturpflanzen oder Lebensmitteln und stellt damit eine physikalische Alternative zu synthetischen Herbiziden dar. „Unkrautbekämpfung ohne Chemie darf kein Kompromiss sein. Sie muss auf dem Acker genauso zuverlässig wirken wie ein Herbizid, und sie muss sich für den Betrieb rechnen“, sagt Marcus Lehnen, Geschäftsführer der ag-tech.systems GmbH. „Das neue Kapital gibt uns die Mittel, die Serienfertigung des epc.160 vorzubereiten und die Markteinführung kontrolliert und nah an unseren Kunden zu gestalten.“ Im Mittelpunkt der nächsten Entwicklungsphase steht die Markteinführung des Systems epc.160. Die Technologie soll vollständig in moderne Standard-Landmaschinen integriert und über den Traktor gesteuert werden können. Darüber hinaus plant ag-tech.systems, die Einsatzmöglichkeiten auf weitere Pflanzkulturen wie Zuckerrüben, Gerste und Raps auszuweiten. Auch größere Maschinen für den Einsatz im großflächigen Ackerbau sollen entwickelt werden. Neben der technologischen Weiterentwicklung steht die internationale Expansion auf der Agenda. Geplant ist der Eintritt in Märkte wie Kanada, die USA, Frankreich, die Niederlande und das Vereinigte Königreich.



