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ECM Equity Capital Mangament (ECM – www.ecm-pe.de) hat mit ihrem Fonds German Equity Partners IV den Reiserveranstalter Leitner (www.leitner-reisen.de) zu 100% übernommen. Die bisher vollständig im Besitz der Familie Blankenburg befindlichen Anteile wurden zum 8. Dezember an den Fonds übertragen. Zum Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Nach dem großen Hype im Inkubatoren-Markt stellte sich in den vergangenen Monaten eine gewisse Ernüchterung bei den Brutkästen für Start-ups ein. Insbesondere Konzerne wie beispielsweise ProSiebenSat1, Bertelsmann oder Axel Springer zogen sich in letzter Zeit aus diesem Bereich wieder zurück. Ungebrochen ist allerdings die Beliebtheit eines anderen Vehikels, die der Acceleratoren. Neuestes Programm am Markt ist TechFounders, eine Initiative der UnternehmerTUM.

Die Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek ernennt mit Dominik von Wissel einen neuen Partner. Im Gegensatz zu den drei externen Partnerzugängen in diesem Jahr stammt von Wissel aus den eigenen Reihen. Von Wissel wird zum 1. Januar 2015 seine neue Position einnehmen.

Der Markt zur Kreditfinanzierung von M&A- und Buyout-Transaktionen in Europa erfährt seit einigen Jahren eine fundamentale Veränderung in der Zusammensetzung der Marktteilnehmer. Lag der gemeinsame Marktanteil von Banken und strukturierten Kreditfonds (CLOs) seit 2004 relativ stabil bei 85%, ist dieser seit der Finanzkrise aus folgenden Gründen deutlich rückläufig und liegt aktuell unter 50%: Viele der bis 2008 aufgelegten CLOs laufen zwischen 2014 und 2016 aus, und zwischen 2009 und 2012 wurden in Europa (im Gegensatz zu den USA) deutlich weniger neue CLOs aufgelegt. Banken müssen Assets abbauen, um die nach Basel III geforderten höheren Eigenkapitalquoten zu erreichen; der Bankenstresstest im Oktober 2014 wird diesen Prozess wohl noch beschleunigen. Basel III verlangt besonders hohe Risikogewichte (Eigenkapitalunterlegung) für Leveraged Loans.

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Die Beweggründe für Unternehmenstransaktionen wie Käufe oder Verkäufe von Unternehmen oder Unternehmensbereichen, Joint Ventures oder auch steuerliche Reorganisationen sind vielfältiger Natur. Für eine optimale Strukturierung der Transaktion ist es von entscheidender Bedeutung, bereits vorab Bewertungsanalysen oder allgemeine Bewertungsüberlegungen durchzuführen bzw. den Abschluss der Transaktion von einer Würdigung des Transaktionspreises abhängig zu gestalten, denn schließlich gilt auch hier das Sprichwort „Preis ist, was man zahlt, Wert das, was man bekommt“.

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Es ist nicht lange her, da sah die Welt der Private Equity-Gesellschaften ganz anders aus als heute. 2012 noch beklagte die Branche Liquiditätsmangel und schlechte Finanzierungsmöglichkeiten. Jetzt hat sich das Blatt gewendet – es herrscht Anlagedruck. Viele Kapitalbeteiligungsgesellschaften haben reichlich Mittel angehäuft, und die Geldgeber erwarten Rendite. Auf nahezu 1,5 Bio. USD summieren sich nach Angaben der Analysegesellschaft Prequin die Reserven im Private Equity-Bereich. „Dry Powder“ nennt man dieses Geld, dessen Einsatz den globalen Markt für Übernahmen nun befeuert. Doch trotz prall gefüllter Kassen spielen bei Private Equity-Deals zunehmend alternative Finanzierungsmodelle wie Factoring und Leasing eine tragende Rolle.

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Das britische Medizintechnikunternehmen Quanta Fluid Solutions Ltd (www.quantafs.com) kann in einer neuen Finanzierungsrunde über 34 Mio. EUR (27 Mio. GBP) einsammeln. Angeführt wurde das Investoren-Konsortium erstmals von Aliad, der Venture Capital-Gesellschaft des französischen Gas-Konzerns Air Liquide. Dabei erhöhte auch die Wagniskapitalgesellschaft b-to-v (www.b-to-v.com) ihren Anteil an dem Start-up. Neu investiert hat neben Aliad ebenso die französische Seventure Partners (www.seventure.fr). Von den bestehenden Investoren beteiligten sich außer b-to-v auch Wellington Partners (www.wellington-partners.com), Seroba Kernel (www.seroba-kernel.com), NBGI Ventures (www.nbgipe.com) und IMI plc (www.imiplc.com).

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Riskmethods (www.riskmethods.net) sammelt in einer ersten Finanzierungsrunde 2 Mio. USD an Kapital ein. Angeführt wird das Investoren-Konsortium von der Venture Capital-Gesellschaft Senovo (www.senovo.de/). Auch die Investoren aus der Seedphase, Point Nine Capital (www.pointninecap.com), Bayern Kapital (www.bayernkapital.de )und Business Angels wie Alexander Bruehl sind in dieser Runde wieder mit dabei.

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG – www.deutsche-beteiligung.de) steigt im Rahmen eines Management Buyouts bei Huhtamaki Films (www.films.huhtamaki.com/de) ein. Die Private Equity-Gesellschaft DBAG selbst übernimmt für 12,5 Mio. EUR rund 17% des zuvor in finnischem Besitz befindlichen Spezialfolienherstellers. Weitere Anteile entfallen auf ihren DABG Fund VI sowie das Management von Huhtamaki Films. Der Preis für das Unternehmen beträgt insgesamt 141 Mio. EUR. Die Transaktion soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein und steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden.

Bisher sind Family Offices im Rahmen ihrer Vermögensdiversifizierung als normale Investoren in Private Equity-Fonds aktiv gewesen. Zunehmend erkennen sie jedoch die Chancen der Direktbeteiligungen und entdecken die Anlageform Private Equity neu. Der Markt ist für die „neuen“ Investoren sehr offen, man schätzt deren unternehmerische Glaubwürdigkeit und oftmals langfristige Ausrichtung. Zudem scheuen sich die Familieninvestoren auch nicht, Minderheiten einzugehen. Family Offices müssen sich jedoch bewusst sein, dass es beim Deal-Making gewisse Spielregeln einzuhalten gilt, insbesondere in puncto Geschwindigkeit und Entscheidungsfreude. Oftmals bedürfen sie hierzu externer Unterstützung.

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Gibt es noch Unternehmer, die im aktuellen Niedrigzinsumfeld mehr als ein paar Prozent für neu benötigtes Kapital zahlen? Ja, die gibt es – und es sind kluge Strategen. Sie entscheiden sich für Mezzanine-Kapital, um einen außergewöhnlichen Finanzierungsanlass zu bewältigen. Strategisch klug ist das, weil diese Unternehmer damit die laufende Finanzierungsfähigkeit ihres Betriebs erhalten, meist sogar verbessern. 

Der deutsche Mittelstand gilt bei vielen Private Equity-Investoren als eines der interessantesten Segmente aktuell. Neben neu aufgelegten Fonds mit Mittelstandsfokus drängen auch vermehrt strategische Investoren, Family Offices und internationale Beteiligungsgesellschaften in den Markt. Der steigende Wettbewerb macht sich auch bei den Kaufpreisen bemerkbar – auch wenn dieser für die Unternehmer nicht immer höchste Priorität hat.

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Die quantitativen und qualitativen Methoden, mit denen Start-ups üblicherweise bewertet werden, mindern das Beteiligungsrisiko von Investoren nur unzureichend. Benötigt wird ein ganzheitliches Modell, das dazu beiträgt, die künftige Entwicklung eines jungen Unternehmens valide zu bewerten. Nur so bekommen Beteiligungsentscheidungen ein solides und begründbares Fundament.

Die unter der Marke trecker.com (www.trecker.com) firmierende BM12 Software as a Solution GmbH erhält 2,1 Mio. EUR in einer ersten Finanzierungsrunde. Angeführt wurde das Investment von der Venture Capital-Gesellschaft Target Partners (www.targetpartners.de). Die in Berlin ansässige trecker.com bietet Landwirten und Lohnunternehmen eine Software-as-a-Service-Plattform (SaaS) zur Abwicklung sämtlicher Geschäftsprozesse.

Titelthema:

Mit vollen Kassen auf dem Weg zum Mittelstand