Sicht der LPs: Interview mit Detlef Mackewicz und Daniel Kropp, Ärzteversorgung Thüringen
Konrad Kirsch -
Sie sind ein First Mover unter den Institutionellen: Während viele Investoren erst langsam aus der Deckung kommen, investiert die Ärzteversorgung Thüringen (www.laek-thueringen.de) bereits seit 2008 im Infrastruktursektor. Ausschlaggebend für die Strategie sind bis heute stabile Returns bei überschaubarem Risiko, begrenztem Aufwand und implizitem Inflationsschutz, erläutert Daniel Kropp, Mitglied der Geschäftsführung. Dass hier die Stärken der Assetklasse liegen, beobachtet auch Alternative Assets-Berater Detlef Mackewicz (www.mackewicz-partner.de). Im Gespräch betonen beide: Institutionelle Investoren sehen die Chancen, suchen aber einen sicheren Einstieg in die Assetklasse.

Viele Investoren sind von den attraktiven Portfolioeigenschaften, die durch Investitionen in private Infrastrukturanlagen hervorgerufen werden, angezogen – wie z.B. stabile, attraktive Ausschüttungen, eine geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen, ein guter Kapital- und Inflationsschutz. Aber Investitionen in private Infrastrukturanlagen sind nicht ohne Risiken und haben in der Vergangenheit auch schon zu enttäuschenden Resultaten geführt. Wo liegen infrastrukturspezifische Risiken? Auf welche Punkte sollte ein Investor sein Augenmerk richten, um ein robustes Infrastrukturportfolio zu konstruieren?

Um die Instandhaltung und den Ausbau unserer modernen Infrastruktur sicherzustellen, wird privates Kapital in den nächsten Jahren immer unerlässlicher. Dabei tasten sich Investoren erst vorsichtig an diese relativ junge Assetklasse heran. Welche Chancen bieten Investitionen in Infrastruktur? Was müssen Kapitalgeber beachten, um ein solides Portfolio ohne allzu große Risiken aufzubauen?Was sind die rechtlichen Besonderheiten solcher Fonds? Die Themenwoche "Investieren in Infrastruktur" greift diese Fragen auf und lässt Experten aus der Praxis zu Wort kommen.
Aktuelle Artikel der Themenwoche:
Frank Dornseifer, BAI[/caption]Wenn es um Infrastrukturinvestments geht, müssen alle Seiten lernen: Sowohl Investoren als auch Produktanbieter tasten sich an die Assetklasse heran. Der Bundesverband Alternative Investments (BAI) (www.bvai.de) will den Lernprozess unterstützen und hat das Thema daher zu einem Tätigkeitsschwerpunkt gemacht. Geschäftsführer Frank Dornseifer sieht große Herausforderungen: Bei der Entwicklung von Solvency II müssen die Eigenschaften von Infrastrukturinvestitionen stärker berücksichtigt werden, und in Sachen Bewertung entstehen derzeit erst Best Practice-Richtlinien, und das Angebot hinkt der steigenden Nachfrage hinterher.

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld sind viele institutionelle Investoren auf der Suche nach geeigneten Investitionsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang erfährt Infrastruktur derzeit viel Beachtung und wird bereits häufig als eigenständige Anlageklasse bezeichnet, die auch zunehmend Eingang in die Portfolios institutioneller Anleger findet. Die Zusammenstellung eines Portfolios erfordert spezifisches Know-how und langjährige Erfahrung.

Investments im Bereich Infrastruktur sind doppelt gefragt: Zum einen benötigen die Staaten überall auf der Welt mehr Kapital, um Straßennetze, Energieprojekte, Städtebaumaßnahmen oder Wasserversorgung aufrechterhalten und weiterentwickeln zu können. Zum anderen suchen institutionelle Investoren händeringend nach Assets, die in Zeiten niedrigster Anleihecoupons ihr Geschäftsmodell sichern. Private Equity-Gesellschaften bietet sich hier ein riesiger neuer Markt. Doch wer von der neuen Assetklasse profitieren möchte, muss auch nach ihren Regeln spielen.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 kann die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) (www.deutsche-beteiligung.de) auf eine positive Bilanz zurückblicken. Mit einem Konzernüberschuss von 21,3 Mio. EUR in den ersten 9 Monaten stieg der Aktienwert der Private-Equity-Gesellschaft um 1,55 EUR, was einer Steigerung des Eigenkapitals je Aktie von 8,5% entspricht. Daneben konnte die DBAG ihrem Investment-Portfolio drei neue Unternehmen hinzufügen.

In einer ersten Finanzierungsrund beteiligt sich der High-Tech Gründerfonds (www.high-tech-gruenderfonds.de) in nicht genannter Höhe am Re-Commerce-Start-up reAngel (www.reangel.de).
Datameer-Gründer Stefan Groschupf berichtete über seine Erfahrungen im Silicon Valley[/caption]Zum fünften Mal trafen sich in dieser Woche Unternehmer und Kapitalgeber aus dem In- und Ausland zum Investforum Sachsen-Anhalt in Halle (Saale). Vertreten waren neben Kapitalgebern wie dem High Tech Gründerfonds, dem UnternehmerTUM-Fonds und der KfW auch zahlreiche Gründer aus den Bereichen IKT Life-Science, Chemie, Robotik sowie Bio-, Med- und Cleantech.

Die Stolberger Medos Medizintechnik AG (www.medos-ag.com) ist eines der erfahrensten deutschen Unternehmen in diesem Segment. Seit ihrer Gründung im Jahr 1987 hat sich das Unternehmen aus einem anfänglichen Vertrieb von Schlauchsets zu einem mittelständischen Hightech-Unternehmen mit weltweitem Vertriebsnetz entwickelt. Medos präsentiert sich mittlerweile als Anbieter von Therapien und Komplettlösungen sowie als verlässlicher und nachhaltiger Partner für Herzchirurgen und Kardiotechniker. Nun ist der nächste Meilenstein erreicht: Gemeinsam mit der Novalung GmbH, ebenfalls ein Portfoliounternehmen des Zukunftsfonds Heilbronn, wurde die Holdinggesellschaft Xenios AG ins Leben gerufen.
Am Rande des Schlossparks Schönbrunn fand die AVCO Jahrestagung 2013 statt. Ein steiler Weg nach oben liegt vor der Branche.[/caption]Die Regulierung der Private Equity-Industrie war das beherrschende Thema der AVCO Jahrestagung, die gestern Abend in Wien zu Ende ging. Nach dem Beschluss des AIFM-Gesetzes Ende Juli muss sich die Beteiligungsbranche neu sortieren. Hoffnung machten neue Player in der Start-up-Förderung.
Das Gründerteam Freya Oehle und Tobias Kempkensteffen.[/caption]Wenn die Aussicht auf das eigene Unternehmen spannender ist als die Karriere in Wissenschaft oder Konzern, bricht der Unternehmergeist durch. Welche Idee sie verfolgen, ob es Vorbilder gibt und aus welchen Erfahrungen sie besonders viel gelernt haben, berichten Entrepreneure im Gründerinterview – dieses Mal Freya Oehle von spottster.

Am 18. September findet die diesjährige Online-Stammtisch-Party zur dmexco 2013 statt. Gemeinsam mit vc-magazin.de verlost Online-Stammtisch Deutschland (OS) 3x2 Tickets.
Laut der BAI Investor Survey-Umfrage des Bundesverbandes Alternative Investments (BAI) (www.bvai.de) sind alternative Investments ein fester Bestandteil in den Portfolios institutioneller Anleger und werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.

So schließt sich der Kreis: Am 8. Juni 2010 gab Lars Hinrichs via Twitter den Start des Accelerators HackFwd bekannt. Heute, exakt drei Jahre, drei Monate und drei Tage später, informiert Hinrichs über das Ende des Programms – wieder über Twitter.

