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Crowdinvesting bzw. Schwarmfinanzierung ist für innovative, junge Unternehmen inzwischen auch in Deutschland verbreitet. Nun gibt es das onlinebasierte Konzept seit gut einem Jahr auch für Erneuerbare-Energien-Projekte. Im Interview erklärt Martin Müller, Mitgründer der Plattform crowdEner.gy, wie die Crowd funktioniert.

[caption id="attachment_25582" align="alignnone" width="839"]enbreezeDie Mini-Windräder von enbreeze können auch bei geringen Windstärken enormes Leistungspotenzial entfalten.[/caption]

„Welt retten mit Unternehmertum verbinden“, das wollte Martin Riedel nach dem Studium. Mit Jan Dabrowski hat er es geschafft. Der hatte schon im Studium eine Leidenschaft für Windkraft entwickelt. Zusammen gründeten die beiden das Kölner Start-up enbreeze. „Wir haben kurz nach der Uni eine riesige Chance gesehen und zugegriffen“, so Riedel. Die Chance: eine Windkraftanlage, die auch mit nur wenig Wind enorme Leistung bringt. Und die Vision: Irgendwann sollen die Windparks nicht mehr draußen auf dem Feld stehen, sondern auf den Dächern der Ikeas und Rewes, auf Parkhäusern und Turnhallen – eben überall, wo Platz ist.

Panthermedia/Nagy-Bagoly Arpad

Beim gegenwärtigen Stand der technologischen Entwicklung und Umsetzung wird die politisch motivierte Energiewende ein ökonomisches Desaster. Weder ist die regenerative Energieerzeugung ausreichend günstig, noch gibt es attraktive Energiespeicher und ausreichend viele Lösungen, um den Stromverbrauch über die Zeit zu glätten. Offensichtlich wurden gerade auf politischer Seite die finanziellen Herausforderungen unterschätzt und institutionelle Risikokapitalgeber mit Verbalinjurien aus dem Lande getrieben. Nun werden dringend Investoren gesucht, die den technologischen Sprung in der Cleantech-Industrie finanzieren, doch die Voraussetzungen sind gegenwärtig kritisch.

Bundeswirtschaftsminister Rösler ist derzeit mit über 100 Unternehmern aus der IT- und Start-up-Branche im Silicon Valley unterwegs um Investitionen für den deutschen Markt und die innovative deutsche Startup-Szene zu werben. Im Interview mit André Vollbracht spricht Philipp Rösler darüber, wieso erfolgreiche deutsche Start-ups meist Copy Cats sind, was er bis jetzt von seiner Reise mit nimmt und verrät, dass er sich führer selbst hobbymäßig mit IT beschäftigt hat.

Panthermedia/Daniel Schoenen

„Entweder man macht es als Erster und man macht es schnell – oder man schafft’s nicht“, davon ist Tobias Schütt vom Hamburger Start-up DZ-4 überzeugt. Ein Rundum-sorglos-Paket für Sonnenstrom, so könnte man seine Geschäftsidee umschreiben. Kunden erhalten von DZ-4 ihren Strom sowohl vom eigenen Dach als auch aus dem öffentlichen Stromnetz – aber doch alles aus einer Hand. Ein Novum auf dem deutschen Markt, wie Schütt sagt. Watt & Wärme und Suncycle war diese Geschäftsidee ein sechsstelliges strategisches Investment wert.

Der deutsche Mittelstand könnte demnächst frisches Mezzanine-Kapital bekommen: Der Europäische Investitionsfond (EIF, www.eif.org) legt zusammen mit dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi, www.bmwi.de), der LfA Förderbank Bayern (LfA, www.lfa.de) und der NRW.Bank (www.nrwbank.de) einen „Mezzanin-Dachfonds für Deutschland“ (MDD) auf. Das neue Projekt wurde gestern anlässlich der 7. Private Equity Konferenz NRW in Düsseldorf vorgestellt.

Was ist sozial-ökologisches Investieren? Die Nachhaltigkeit von Investitionen wird zunächst hinsichtlich der Triple Bottom Line „people, planet, profit“ oder auf Deutsch „sozial, ökologisch, ökonomisch“ bewertet. Doch welche Rangfolge wird dabei angewendet? Bleibt die Gewinnmaximierung das oberste Ziel der wirtschaftlichen Tätigkeit, sind soziale und ökologische Kriterien nur Rahmenbedingungen, die es zu beachten gilt, damit die Kollateralschäden der ausschließlichen Orientierung an der Gewinnmaximierung gering gehalten werden. Diese Art von Nachhaltigkeit dürfte nicht nachhaltig sein. Soziales und Ökologie stehen nach wie vor im Spannungsfeld oder Widerspruch zur monetären Gewinnmaximierung.

Auf seiner zweiten Reise ins Silicon Valley gibt Bundeswirtschaftsminister, Dr. Philipp Rösler, die Aufstockung des German Silicon Valley Accelerators (GSVA) bekannt. Ab Herbst dieses Jahres sollen doppelt so viele Start-ups wie bisher die Möglichkeit bekommen in die Bay Area zu reisen.

Panthermedia/Mauro Manfredini

Die deutsche Energiewende eilt in großen Schritten voran – die Versorger müssen den Wandel möglichst rasch vollziehen. Damit diese Mammutaufgabe gelingt, engagiert sich RWE Innogy – die Konzerngesellschaft für den Ausbau der erneuerbaren Energien – im Venture Capital-Bereich und investiert über die eigene Frühphasentochter Innogy Venture Capital in vielversprechende neue Geschäftsmodelle. Gleichzeitig ist RWE Innogy Investor im High-Tech Gründerfonds II (HTGF). Welche Art von Innovationen RWE sucht und welche Vorteile die Zusammenarbeit mit dem HTGF hat, erklärt Crispin Leick, Geschäftsführer von Innogy Venture Capital, im Interview.

Panthermedia/Sean Gladwell

Mit der SmartE AG startet der Münchener Frühphaseninvestor mic AG ein neues Beteiligungsmodell. Die vormals als mic clean AG firmierende Gesellschaft, die auf Cleantech-Investitionen fokussiert war, wird im Zuge der Umbenennung neu ausgerichtet. SmartE wird sich auf industrielle Prozesse fokussieren und in Unternehmen an der Schnittstelle zwischen IT und Industrieautomatisierung investieren, welche als eine Kundenlösung zusammengefasst werden können. Diese Thematik wird unter dem Begriff „Internet of Things“ gefasst.

Der High-Tech Gründerfonds (www.high-tech-gruenderfonds.de) (HTGF) investiert im Zuge einer ersten Finanzierungsrunde einen nicht näher genannten Betrag in HQ plus (www.hqplus.de).

Panthermedia/David Koscheck

Lange Zeit war die gesicherte, hohe Einspeisevergütung ein zu weiches Ruhekissen, das die Innovationspeitsche des Wettbewerbs ersetzte. Man konzentrierte sich in der Solarbranche mehr auf eine gute Lobbyarbeit in Berlin, als darauf, die nächste innovative Zellengeneration auf den Markt zu bringen oder etwa Konzepte zur Speicherung von dezentral erzeugtem Strom zu verfolgen. Die Erneuerbare-Energien-Branche muss versuchen, sich vom staatlich garantierten Fördertarif zu lösen und sich dem Markt zu nähern.

Scarosso gewinnt in der ersten Finanzierungsrunde neben DN Capital (www.dncapital.com) auch die IBB Beteiligungsgesellschaft (www.ibb-bet.de) und Perikles Ventures als neue Gesellschafter.

[caption id="attachment_25552" align="alignnone" width="1024"]Schnell Motoren AGDie Schnell Motoren AG setzt seit rund 20 Jahren auf Blockheizkraftwerke für Biogasanlagen.[/caption]

Biomasse ist ein wichtiger Teil der erneuerbaren Energien. Die Schnell Motoren AG in Amtzell (Allgäu) setzt seit rund 20 Jahren auf Blockheizkraftwerke (BHKW) für Biogasanlagen. Das mittelständische Unternehmen ist in den vergangenen Jahren in Europa expandiert und peilt verstärkt auch Südostasien an. Finanzielle Grundlage dafür war die Beteiligungsfinanzierung durch Demeter Partners und Eco Investors im Jahr 2011.

Panthermedia

Die Idee, die hinter den Bürgerenergiegenossenschaften steht, ist einfach: Um sich vor Ort für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu engagieren, schließen sich Bürger zusammen, investieren überschaubare Beträge und installieren eine Anlage. Bisher sind die Energiegenossenschaften eine Erfolgsgeschichte: An den mehr als 600 Energiegenossenschaften haben sich über 80.000 Bürger beteiligt und mindestens 800 Mio. EUR in erneuerbare Energien investiert. Das geplante Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) könnte diese Erfolgsgeschichte allerdings abrupt beenden.