Start Blog Seite 271
Thinkstock/iStock/Feverpitched

Ein Markt kann nur entstehen, wenn es die vertraglichen Strukturen zulassen. Gesellschaftsverträge und Beteiligungsvereinbarungen gerade von Venture Capital-finanzierten Start-ups sehen in der Regel sehr starke Restriktionen vor, wenn ein Gesellschafter seine Anteile ganz oder teilweise veräußern oder in sonstiger Weise über diese verfügen will. Anders als in Europa besteht beispielweise in den USA ein relevanter Markt für Beteiligungen an Erfolg versprechenden Start-ups. Hierfür mag es viele Gründe geben.

Thinkstock/iStock/triloks

Mit einem Girokonto für Smartphones will Number26 an der Bank der Zukunft bauen. Neben Peter Thiel, der über seinen Venture Capital-Fonds Valar Ventures (www.valar.com) die Finanzierungsrunde anführt, konnten auch der Business Angel Daniel Aegerter sowie die Altinvestoren Earlybird (www.earlybird.com) und Redalpine (www.redalpine.com) für diese Vision gewonnen werden. Das Konsortium investierte 10 Mio. EUR in das Berliner Start-up.

[caption id="attachment_28872" align="alignnone" width="824"]Kemal Malik, Bayer AG[/caption]

Immer mehr Konzerne und große Mittelständler suchen die Nähe zu Start-ups. Ob über Direktbeteiligungen, einen Inkubator/Accelerator-Ansatz oder eine Beteiligung am High-Tech Gründerfonds (HTGF). Die komplette Klaviatur im Start-up Business spielt inzwischen die Bayer AG.

Die erhoffte Trendwende im Venture Capital-Markt ist nicht in Sicht: der Markt setzt auch 2014 seinen Sinkflug unvermindert fort. Während die Early Stage-Investoren den Zahlen des BVK zufolge im Jahr 2014 381 Mio. EUR investiert haben, konnten sie selber nur 105 Mio. EUR einsammeln – ein Nettoabfluss in Höhe von 276 Mio. EUR. Die Investments übersteigen das Fundraising der Fonds drei Jahre in Folge mit einem Gesamtverlust von 757 Mio. EUR. Der im Jahr 2011 registrierte Nettozufluss von 511 Mio. EUR ist somit mehr als aufgezehrt. Ist zu befürchten, dass der VC-Markt austrocknet, während die Europäische Zentralbank den Markt mit Liquidität überflutet? 

Die Münchner Beteiligungsgesellschaft TVM (www.tvm-capital.com) schließt ihren Venture Capital-Fonds China BioPharma Capital I erstmals bei einem Volumen von 50 Mio. USD. Gleichzeitig gibt TVM die Eröffnung eines Büros in Hong Kong unter der Leitung von Dr. Mirko Scherer, der als Managing Partner zu TVM stößt, bekannt.

Crowdfunding ist in aller Munde. Frühphaseninvestoren – seien es institutionelle VC-Fonds oder professionelle Business Angels – tun sich aber insgesamt noch schwer mit dem Thema. Angesichts des schwierigen Umfelds für Start-ups ist jedoch eine ernsthafte aktive Diskussion über innovative Beteiligungsmodelle mithilfe von Privatanlegern dringend notwendig. Um Berührungsängste abzubauen und die Perspektiven dieser jungen Beteiligungsform auszuloten, lud das Private Equity Forum NRW erstmals Vertreter von Venture Capital-Gesellschaften und institutionellen Investoren sowie Business Angels und Betreiber von Crowdfunding-Plattformen zu einem offenen Meinungsaustausch.

Thinkstock/iStock/Artur Marciniec

 

Mit der Novelle der Anlageverordnung wurde diese auf das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) und die neue, regulierte Welt der alternativen Investmentfonds (AIFs) ausgerichtet. Während in manchen Bereichen, insbesondere bei Spezialfonds und Private Equity, im Wesentlichen der Status quo beibehalten wird, werden punktuell neue Impulse gesetzt, die auf der einen Seite einen Weg aus der Zinsfalle eröffnen, auf der anderen Seite die Bereitstellung von privatem Kapital für Infrastrukturprojekte, insbesondere im Kontext der Energiewende, fördern sollen. 

 

Fremdkapital spielt aktuell wieder eine große Rolle bei Private Equity-finanzierten Übernahmen. Schon werden Erinnerungen an vergangene Höhenflüge und tiefe Abstürze wach. Fluch oder Segen, Teufelszeug oder Allheilmittel, das Thema Fremdkapital polarisiert. Allerdings steht den Beteiligungsfonds im Jahr 2015 mit Finanzierungen über Banken, Mezzanine-Fonds oder Unitranche ein breiterer Fächer an Möglichkeiten zur Verfügung als noch vor einigen Jahren. Am Ende...

Crowdinvesting hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe in der deutschen Finanzierungslandschaft für – in der Regel junge – Unternehmen entwickelt. Dass dies nicht immer so war, zeigt der Fall von Smarchive aus dem Jahr 2012. Mit dem Einstieg von T-Venture musste alle Verträge mit den Crowdinvestoren rückabgewickelt werden. 

[caption id="attachment_28844" align="alignnone" width="632"]||[/caption]

 

Special zum 9. Unternehmertag am Tegernsee

 

In einer ersten Finanzierungsrunde sammelt Sonormed einen nicht genannten Betrag ein. Investiert haben neben dem High-Tech Gründerfonds (HTGF, www.high-tech-gruenderfonds.de) der Innovationsstarter Fonds Hamburg (www.innovationsstarter.com), Quotas Beteiligungs GmbH sowie Bigpoint Gründer Heiko Hubertz.

Bei einem Volumen von 4 Mrd. EUR schließt Bridgepoint (www.bridgepoint.eu) den Bridgepoint Europe V-Fonds. Die Investitionszusagen für den jüngsten Buyout-Fonds mit Fokus auf den europäischen Mittelstand erreichten damit das Hard Cap und lagen deutlich über dem ursprünglichen Ziel von 3,5 Mrd. EUR. 

Titelthema:

Dunkle Debt-Wolken am Private Equity-Himmel? - Hohe Fremdkapitalanteile in Finanzierungen

Thinkstock/iStock/AndreyPopov

In einer zweiten Finanzierungsrunde sammelt Helpling 43 Mio. EUR ein. Investiert haben neben Rocket Internet (www.rocket-internet.com), die das Start-up auch mitgründeten, Lakestar (www.lakestar.com), Kite Ventures (www.kiteventures.com), Mangrove Capital Partners (www.mangrove.vc) und Lukasz Gadowski.