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Die Beteiligungsbranche hat im Zuge der Konjunkturerholung wieder Fuß gefasst. Die Türen zu den Fremdkapitalgebern öffnen sich langsam, der Dealflow nimmt zu. Nur allzu häufig klafft allerdings noch immer eine Lücke zwischen den Bewertungsvorstellungen der Verkäufer und dem, was Private Equity-Investoren angesichts reduzierter Finanzierungshebel bezahlen können. Wenn sich diese Knoten schrittweise lösen, sollte der Trend im Buyout-Jahr 2011 jedoch weiter nach oben zeigen.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, im vergangenen Jahr zeigte sich die Private Equity-Branche auf ihrem wichtigsten Treffen, der SuperReturn, demütig. Ein Blick in das aktuelle Programm weist darauf hin, dass dieses Gefühl bis heute anhält. So wird in Berlin vom 28. Februar bis 3. März beispielsweise diskutiert, auf welche neuen Due Diligence-Fragen...

Nach drei Jahren Eiszeit müssen viele deutsche Venture Capital-Gesellschaften jetzt ins Fundraising einsteigen. Ein verlässlicher Ankerinvestor war bislang der ERP-EIF-Dachfonds – und er will es auch weiterhin sein. Welche Kriterien angelegt werden, ob junge Teams Unterstützung erhalten und welche Pläne noch verfolgt werden, berichtet Dr. Markus Schillo, Leiter des ERP-EIF-Dachfonds, im Interview mit Torsten Paßmann.

Mit dem Aufbau der Drogeriemarktkette dm wurde Götz Werner zum Milliardär. Heute setzt er sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle ein und bezeichnet Hartz IV als offenen Strafvollzug. Im Interview spricht Werner u.a. darüber, warum jeder Mensch in Deutschland 1.000 EUR bekommen sollte, wie ein solches Grundeinkommen über einen Mehrwertsteuersatz von 50% realisiert werden könnte und warum Private Equity aus seiner Sicht wie Dagobert Duck denkt.

Bekannt ist die Marke Tengelmann vor allem als international tätiger Handelskonzern, zu dem u.a. der Baumarkt OBI, der Discounter KiK und die Supermarktketten Kaiser’s und Tengelmann gehören. Mit dem Start des Onlineshops plus.de im Jahr 2001 machte der Konzern die ersten Schritte in Richtung E-Commerce. Seit 2009 entwickelt sich die Tengelmann-Gruppe mit Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr durch...

Videospiele sind ein milliardenschwerer Markt in der Unterhaltungsindustrie. Auf dem Vormarsch sind Onlinespiele und tragbare Konsolen (Handhelds), die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers schätzt deren Umsatzwachstumspotenzial auf jährlich 5,5%. Im iTunes Store dominieren Spiele-Applikationen die Verkaufszahlen und Apple ist im Tablet-Markt Spitzenreiter mit deutlichem Vorsprung. Allein im zweiten Halbjahr 2010 soll Apple mehr als elf Millionen Exemplare seines Tablets verkauft und mit dem iPad im dritten Quartal 2010 einen Marktanteil von 90% erreicht haben.

Häufig ist die Rede vom fehlenden Kapital im deutschen Start-up-Ökosystem. Dass die aktive Rolle von Großkonzernen ein mindestens ebenso wichtiger Bestandteil ist, wird dagegen leicht vergessen. Ein Blick in unser Portfolio zeigt, dass sich deutsche Blue Chips in den vergangenen zehn Jahren kaum für Start-ups interessiert haben – weder als Kooperationspartner oder Kunde noch als Käufer. In diesem Zeitraum gab es zahlreiche erfolgreiche deutsche Venture Exits an ausländische Käufer. Die geringe Aktivität hiesiger Blue Chips ist also kaum mit einer mangelnden Attraktivität deutscher Gründungen zu erklären.

Ihre Lebensläufe könnten eigentlich Inhalt von Entrepreneurship-Vorlesungen sein: Erfolgreicher Aufbau eines Technologieunternehmens, Börsengang, Ausstieg und Neuanfang als Investoren. Über diese Stationen haben Dr. Cornelius Boersch (Mountain Partners Group) und Claus-Georg Müller (mic AG) das Unternehmertum in seiner Bandbreite erlebt. Im Interview verraten sie u.a., wie sie den Neuen Markt erlebt haben, warum sie als Investoren erneut an die Börse gegangen sind und ob sie sich aus dem operativen Geschäft der Portfoliogesellschaften zurückhalten.

Liebe Leserinnen und Leser, mehr als zehn Jahre nach dem Platzen der letzten Internetblase scheinen wir vor einem neuen Hype zu stehen – die veröffentlichten Zahlen werden immer größer und die Fieberkurve steigt. So erwarb beispielsweise der Online-Riese eBay den deutschen Shopping-Club brands4Friends vor wenigen Wochen für satte 150 Mio. EUR....
Der Markt für Online-Anwendungen boomt. Unlängst stiegen mit Goldman Sachs und der russischen Digital Sky Technologies zwei Großinvestoren in das soziale Netzwerk Facebook ein. Der Marktwert der Community wird auf rund 50 Mrd. USD geschätzt und der Börsengang ist für 2012 längst geplant. Knapp ein Jahrzehnt nach dem Platzen der Blase am Neuen Markt sind Investments in Internet-Firmen wieder en vogue. Mit dem zunehmenden Nutzen verschiedenster Online-Dienste und den kaum begrenzbaren Möglichkeiten des Internets steigt auch der Reiz für Investoren.

Seit September 2009 besitzt der französische Cleantech-Investor Demeter Partners seine Dependance am Berliner Kurfürstendamm. Anders als andere ausländische Investoren zog es die Gesellschaft in die Bundeshauptstadt und nicht nach München oder Düsseldorf. Das hat gute Gründe: Denn Demeter Partners schickt sich an, einer der führenden Investoren der ostdeutschen Cleantech-Industrie zu werden. Für Michel Leistenschneider, neben Detlef Steinmann einer der beiden Statthalter in Berlin, ist es auch eine Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte.

Die Münchner Unternehmensgruppe BVT hat ihren neunten Private Equity-Fonds aufgelegt. Mit diesem Vehikel steigen Investoren in „gebrauchte“ Fondsbeteiligungen ein, denn Portfoliobereinigungen bieten Einstiegschancen. Ob dieses Thema die zyklischen Privatanleger hinterm Ofen hervorholt, bleibt dennoch abzuwarten.

Quo vadis, KfW?

Nach zwei Jahren Eiszeit beim Fundraising müssen viele Venture Capital-Gesellschaften dringend in die Kapitalsuche einsteigen. Ein verlässlicher Fondsinvestor mit wichtiger Signalwirkung war bislang die KfW Bankengruppe. Allerdings baut die Förderbank derzeit relativ leise ihr Beteiligungsgeschäft um und hat den ersten Fonds bereits im Sommer Absagen erteilt. Gleichzeitig wird das Mittelstandsgeschäft ausgebaut. Verfolgt die KfW diesen Wandel konsequent, kann das ein beschleunigtes Fondssterben in der frühen Phase nach sich ziehen.
Liebe Leserinnen und Leser, der ausgiebige Schneefall stimmt die Bundesbürger auf ein besinnliches Weihnachtsfest ein – auch die hiesigen Finanzinvestoren. Einige von Ihnen werden jedoch mit Schaudern an das nächste Jahr denken: Die Manager der Venture Capital-Gesellschaften kämpfen bereits seit Jahren mit einem potenziell ablehnend gesinnten Markt, und mit hoher Wahrscheinlichkeit werden sich die Rahmenbedingungen im Jahr 2011 noch einmal...

Geschäftsmodelle und Investitionen in der Wassertechnologie standen im Fokus der Fachveranstaltung WaterVent Ende Oktober. Initiator und Organisator Ulf Leonhard von Leonhard Ventures brachte in Berlin Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften zur ersten Auflage dieses internationalen Forums zusammen. Im Interview vor Ort äußerten die beiden Fondsmanager Christian Wexlberger, Inovis Capital, und Felix von Schubert, Zouk Venture, ihre Ansichten über Investitionskriterien und aussichtsreiche Geschäftsmodelle in der Wasserwirtschaft.