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Im Frühjahr 2002 ging Lukasz Gadowski in Leipzig mit Spreadshirt an den Start. Sein Angebot: Individuell bedruckte Textilien und Accessoires wie Tassen oder Baseballkappen. Die wesentliche Innovation der Neugründung lag im Vertriebskanal: Jeder Website-Betreiber kann Spreadshirt kostenfrei in sein Internetangebot integrieren und ein eigenes Spektrum an Designs anbieten. An jedem verkauften Artikel verdient der jeweilige Website-Betreiber mit. Heute zählt Spreadshirt mehr als 400.000 Shop-Partner und beschäftigt knapp 300 Mitarbeiter. Sechs Jahre nach der Gründung von Spreadshirt übernahm Gadowski die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und zog sich aus dem operativen Geschäft zurück. Seitdem widmet er sich verstärkt seiner Tätigkeit als Business Angel, die er mit der Beteiligungsgesellschaft Team Europe Ventures auf eine neue Ebene hieven will.

Auf dem 9. Schweizer Private Equity & Corporate Finance Kongress, der am 9. Dezember in Zürich stattfand, hielt Dr. Stefan Hepp, Gründer und CEO der SCM Strategic Capital Management AG, das Key Note-Referat. Sein mit aussagekräftigen Zahlen und deutlichen Worten gespickter Vortrag fesselte die Teilnehmer, sorgte mit kernigen Aussagen wie „Venture Capital ist als institutionelle Anlageklasse tot“ aber auch für lange Gesichter bei dem einen oder anderen Marktteilnehmer. Im Anschluss an sein Referat stellte sich Dr. Stefan Hepp den Fragen von VentureCapital Magazin-Chefredakteur Andreas Uhde.

Neue Wege

Liebe Leserinnen und Leser, am Jahresende blicken wir zurück – und sehen 2009 Höhen und Tiefen: Rasant bergab ging es im 1. Quartal. Anfangs war die allgemeine Stimmung am Boden, die Finanzmärkte rauschten in den Keller, und die Private Equity-Industrie verfiel in eine Schockstarre. Mit gewaltigen Konjunkturprogrammen und in dieser Dimension nie für möglich gehaltenen Rettungsmaßnahmen für den Bankensektor stemmten sich...
Nach dem Krisenjahr 2009 blickt die Beteiligungsbranche etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Der konjunkturelle Aufschwung dürfte nicht nur bei den Unternehmen, sondern auch bei vielen Private Equity-Gesellschaften für ein Aufatmen sorgen. Allerdings ist der Ausblick auf das Jahr 2010 nicht ungetrübt. Das Niveau der Jahre 2006 bis 2008 wird längst nicht wieder erreicht werden. Die Renditeerwartungen haben einen kräftigen Dämpfer erhalten. Und der Bereich Venture Capital wird wohl weiterhin durch Investitionszurückhaltung geprägt werden.
Die Private Equity-Branche kämpft auch viereinhalb Jahre nach dem Heuschreckenvergleich von Franz Müntefering mit ihrem schlechten Image. Wobei „kämpfen“ wahrscheinlich der falsche Ausdruck ist: Während sich vor allem Venture Capital-Gesellschaften und einige Branchenverbände wie der BVK redlich um eine gute Öffentlichkeitsarbeit bemühen, äußern sich die angelsächsischen Buyout-Fonds am liebsten gar nicht (siehe hierzu S. 17 und S. 38–39). Das...

Risikokapital als sicherer Hafen in schwierigen Zeiten – was zunächst absurd klingen mag, ist bei genauerer Betrachtung keineswegs abwegig. Als einer der Pioniere unter den amerikanischen Dachfondsinvestoren hat Adams Street Partners in den vergangenen 30 Jahren in mehrere hundert Venture-Fonds investiert. Mit diesem repräsentativen Portfolio kam die Gesellschaft auf eine durchschnittliche jährliche Rendite von 26,4% – und das unter Berücksichtigung der mühsamen Jahre nach dem Platzen der New Economy-Blase. Die kumulierte Outperformance gegenüber Buyout-Fonds lag in diesem Zeitraum bei rund 40%.

„Tue Gutes und rede darüber“ ist das Motto der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. In der Private Equity-Branche wird dieses Credo jedoch nicht flächendeckend gelebt. Viele Finanzinvestoren beschränken sich auf die Information ihrer Investoren und sehen keine Notwendigkeit für eine aktive Kommunikation mit der breiten Öffentlichkeit. Umgekehrt forschen Journalisten oft mühsam nach spannenden Storys im Mid Market-Segment. Dabei gäbe es doch so viel zu erzählen.

Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran und durchdringt immer mehr Bereiche der geschäftlichen und privaten Sphäre. Jungen, pfiffigen Start-ups der Medien-, Internet- und Softwareszene bieten sich in diesem Umfeld viele Gelegenheiten, aber gerade in Krisenzeiten halten sich viele Kunden zurück. Im Interview erklären Mattias Götz (LBBW Venture) und Jochen Klüppel (Grazia Equity), wie sich Kosten reduzieren lassen, welche Chancen sogenannte Apps, Online-Gaming oder Open Source bieten und welche Wünsche sie an die Bundesregierung haben.

Tiburon Partners

Die ersten sechs Jahre wurde der Seed-Investor Tiburon nebenbei betrieben, denn er diente nur der Risikostreuung einer operativen Gründung. Dennoch tauchen mit Xing, StudiVZ und Lokalisten einige der wichtigsten Internet-Exits der jüngeren Vergangenheit im Track Record auf. Als Anfang 2007 die Professionalisierung erfolgte, blieben wesentliche Elemente von Tiburon aber gleich: schlanke Strukturen, schnelle Entscheidungen und Input, der über Kapital hinausgeht.

Der Ökorenta Private Equity I ist für Anleger konzipiert worden, die sich über einen geschlossenen Fonds schwerpunktmäßig direkt an Unternehmen aus dem Bereich der Umwelttechnologien beteiligen wollen. Fondsinvestments können beigemischt werden. Das Konzept geht allerdings nur auf, wenn der Ökorenta Private Equity I ein Volumen deutlich oberhalb von 20 Mio. EUR erreicht.

Liebe Leserinnen, liebe Leser viele Themen auf dem Venture Capital Forum 2009 des europäischen Branchenverbandes EVCA, das Mitte Oktober in Berlin stattfand, waren für erfahrene Investoren nicht neu: Es gab eine Diskussionsrunde über öffentliches Engagement im Venture Capital-Sektor, Panels zu Cleantech, Smartphones und Biotechnologie sowie ein Update über Secondary Transactions – also den Kauf und Verkauf von Fondsanteilen und Unternehmensbeteiligungen...
Will sich ein Mittelständler aus dem eigenen Unternehmen zurückziehen, macht es einen Unterschied, ob ein Mitglied der eigenen Familie übernimmt oder nicht. Wer frühzeitig plant, kann genau abwägen, wo die Unterschiede zwischen den verschiedenen Alternativen liegen und wie sich das im möglichen Verkaufspreis niederschlägt.

Verglichen mit seinen Tiefstständen im März 2009 hat der Deutsche Aktienindex Dax um rund 60% zugelegt. Trotz des positiven Sentiments wagt jedoch kaum ein Unternehmen den Gang an die Börse. In den USA und an anderen europäischen Börsenplätzen sieht die Lage anders aus – hier lassen sich seit einigen Wochen wieder sehr rege IPO-Aktivitäten beobachten. Daniel Döpfner, Partner bei Deloitte, und Andreas John, Bereichsleiter des Aktiengeschäftes bei der DZ Bank, erklären die Hintergründe und wagen einen Ausblick.

Seit 2006 fährt die Bundesregierung eine übergreifende nationale Innovationsstrategie, die bessere Rahmenbedingungen für Innovation in der Wirtschaft zum Ziel hat. Im Jahresbericht 2009 konnte das Ministerium für Bildung und Forschung diesbezüglich über einige Erfolge berichten: Die Verbesserung der Gründungsbedingungen wird angeführt, der Ausbau der Finanzierung und noch weitere Punkte. Alle richtig, alles wichtig. Als besonders positiv wirkend wird vor allem der themenübergreifende Ansatz der Hightech-Strategie herausgestellt – über alle Ressorts hinweg.

Durch den Börsengang der Germany1 rückte im vergangenen Sommer ein in den USA bereits seit Jahren etabliertes Kapitalmarktinstrument erstmals auch hierzulande in den Fokus der interessierten Öffentlichkeit. Nach nur einer einzigen Übernahme hat die an der Euronext notierte Special Purpose Acquisition Company (SPAC) ihre Investitionstätigkeit nun zwar schon wieder eingestellt, von einer Eintagsfliege kann aber dennoch nicht gesprochen werden.