Im Frühjahr 2002 ging Lukasz Gadowski in Leipzig mit Spreadshirt an den Start. Sein Angebot: Individuell bedruckte Textilien und Accessoires wie Tassen oder Baseballkappen. Die wesentliche Innovation der Neugründung lag im Vertriebskanal: Jeder Website-Betreiber kann Spreadshirt kostenfrei in sein Internetangebot integrieren und ein eigenes Spektrum an Designs anbieten. An jedem verkauften Artikel verdient der jeweilige Website-Betreiber mit. Heute zählt Spreadshirt mehr als 400.000 Shop-Partner und beschäftigt knapp 300 Mitarbeiter. Sechs Jahre nach der Gründung von Spreadshirt übernahm Gadowski die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und zog sich aus dem operativen Geschäft zurück. Seitdem widmet er sich verstärkt seiner Tätigkeit als Business Angel, die er mit der Beteiligungsgesellschaft Team Europe Ventures auf eine neue Ebene hieven will.
Risikokapital als sicherer Hafen in schwierigen Zeiten – was zunächst absurd klingen mag, ist bei genauerer Betrachtung keineswegs abwegig. Als einer der Pioniere unter den amerikanischen Dachfondsinvestoren hat Adams Street Partners in den vergangenen 30 Jahren in mehrere hundert Venture-Fonds investiert. Mit diesem repräsentativen Portfolio kam die Gesellschaft auf eine durchschnittliche jährliche Rendite von 26,4% – und das unter Berücksichtigung der mühsamen Jahre nach dem Platzen der New Economy-Blase. Die kumulierte Outperformance gegenüber Buyout-Fonds lag in diesem Zeitraum bei rund 40%.
Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran und durchdringt immer mehr Bereiche der geschäftlichen und privaten Sphäre. Jungen, pfiffigen Start-ups der Medien-, Internet- und Softwareszene bieten sich in diesem Umfeld viele Gelegenheiten, aber gerade in Krisenzeiten halten sich viele Kunden zurück. Im Interview erklären Mattias Götz (LBBW Venture) und Jochen Klüppel (Grazia Equity), wie sich Kosten reduzieren lassen, welche Chancen sogenannte Apps, Online-Gaming oder Open Source bieten und welche Wünsche sie an die Bundesregierung haben.
Die ersten sechs Jahre wurde der Seed-Investor Tiburon nebenbei betrieben, denn er diente nur der Risikostreuung einer operativen Gründung. Dennoch tauchen mit Xing, StudiVZ und Lokalisten einige der wichtigsten Internet-Exits der jüngeren Vergangenheit im Track Record auf. Als Anfang 2007 die Professionalisierung erfolgte, blieben wesentliche Elemente von Tiburon aber gleich: schlanke Strukturen, schnelle Entscheidungen und Input, der über Kapital hinausgeht.
Der Ökorenta Private Equity I ist für Anleger konzipiert worden, die sich über einen geschlossenen Fonds schwerpunktmäßig direkt an Unternehmen aus dem Bereich der Umwelttechnologien beteiligen wollen. Fondsinvestments können beigemischt werden. Das Konzept geht allerdings nur auf, wenn der Ökorenta Private Equity I ein Volumen deutlich oberhalb von 20 Mio. EUR erreicht.
Verglichen mit seinen Tiefstständen im März 2009 hat der Deutsche Aktienindex Dax um rund 60% zugelegt. Trotz des positiven Sentiments wagt jedoch kaum ein Unternehmen den Gang an die Börse. In den USA und an anderen europäischen Börsenplätzen sieht die Lage anders aus – hier lassen sich seit einigen Wochen wieder sehr rege IPO-Aktivitäten beobachten. Daniel Döpfner, Partner bei Deloitte, und Andreas John, Bereichsleiter des Aktiengeschäftes bei der DZ Bank, erklären die Hintergründe und wagen einen Ausblick.
Von der Hightech-Strategie und der Richtlinie zur Verwaltung alternativer Investmentfonds
Michael Güttes -Seit 2006 fährt die Bundesregierung eine übergreifende nationale Innovationsstrategie, die bessere Rahmenbedingungen für Innovation in der Wirtschaft zum Ziel hat. Im Jahresbericht 2009 konnte das Ministerium für Bildung und Forschung diesbezüglich über einige Erfolge berichten: Die Verbesserung der Gründungsbedingungen wird angeführt, der Ausbau der Finanzierung und noch weitere Punkte. Alle richtig, alles wichtig. Als besonders positiv wirkend wird vor allem der themenübergreifende Ansatz der Hightech-Strategie herausgestellt – über alle Ressorts hinweg.
Durch den Börsengang der Germany1 rückte im vergangenen Sommer ein in den USA bereits seit Jahren etabliertes Kapitalmarktinstrument erstmals auch hierzulande in den Fokus der interessierten Öffentlichkeit. Nach nur einer einzigen Übernahme hat die an der Euronext notierte Special Purpose Acquisition Company (SPAC) ihre Investitionstätigkeit nun zwar schon wieder eingestellt, von einer Eintagsfliege kann aber dennoch nicht gesprochen werden.
