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Es war nur ein Aspekt, aber der entscheidende, der aus einer damals vier Jahre alten Softwareschmiede und einem 250 Jahre alten Schnapsbrenner Schicksalsgenossen machte: Beide standen 2008 kurz vor dem Aus. Mit etwas Glück in Bezug auf den Markt bzw. Hilfe von außen gelang beiden aber auch die Trendwende. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor – das zeigen auch andere Beispiele – können dabei Interimsmanager sein, die bei unpopulären Maßnahmen auf falsche Rücksichtnahme verzichten können.

Am Rande der diesjährigen SuperReturn im Intercontinental Hotel Berlin sprach Mathias Renz vom VentureCapital Magazin mit Dr. Martina Ecker von der Investmentbank Jefferies und Marc Thiery von Deutsche Private Equity im Vis-à-vis-Interview über abwartende Buyout-Investoren, restriktive Banken und nach wie vor hohe Multiples.

Mit 8.000 Mark Bargeld in der Tasche gründet Wolf Peter Bree 1970 die Bree Collection. Er arbeitet als Designer, Ein- und Verkäufer und Markenstratege. So führt er das Unternehmen für Taschen in den Erfolg. Im März 1996 stirbt er plötzlich. Sein Sohn Axel Bree übernimmt gemeinsam mit dem Bruder die Nachfolge. Wie er aus dem Schatten seines Vaters trat, welche Rolle Private Equity im Taschenmarkt spielt und warum er als Kind gegen seinen Bruder im Ring boxte, erläutert Axel Bree im Interview mit Georg von Stein.

Liebe Leserinnen und Leser, nachdem Private Equity im Jahr 2008 in der Breite das wohl schlechteste Jahresergebnis in der Geschichte der alternativen Anlageklasse eingefahren hat, endete 2009 viel versprechend. Zum einen melden zahlreiche Fonds seit dem dritten Quartal 2009 steigende Nettovermögenswerte. Zum anderen mehrten sich zum Jahresausklang die Anzeichen für eine wieder zunehmende Dealaktivität. Zwar liegen die Zahl und das Volumen...

Viele Unternehmer müssen Lieferanten bezahlen, obwohl sie von ihren Kunden noch kein Geld bekommen haben. Die Zahlungslücken bringen sie in Zahlungsnot. Hier kann Finetrading helfen. Was es für Unternehmen bietet, erläutert Arno Schneider, Geschäftsführer von WCF Finetrading, im Interview mit Georg von Stein. Sein Unternehmen wurde vor Kurzem von der zur Otto Gruppe gehörigen EOS Gruppe gekauft. Die Motive dafür erläutern Justus Hecking-Veltmann, CFO der EOS Holding, und Klaus Engberding, Geschäftsführer der EOS Holding.

In Deutschland hat sich seit mindestens zehn Jahren ein Umfeld für Business Angels etabliert. Genug Entrepreneure haben durch erfolgreiche Exits ausreichend Geld gemacht, das sie erneut in Firmen investieren können, die sich im Anfangsstadium befinden. Diese Angels, die in aussichtsreiche Firmen investieren und damit ihr Geld verdienen, sind hinlänglich bekannt. Leider hängen auch ein paar faule Äpfel am Baum. Dies...

Auf Wiens beliebtester Shoppingmeile zwischen der Ringstraße und dem Westbahnhof sitzt ein junges Unternehmen, das eine große Vision verfolgt: First Love Capital will innerhalb der nächsten fünf Jahre zu den wichtigsten Early Stage-Investoren im deutschsprachigen Raum und zur zentralen Anlaufstelle für Business Angels in Österreich aufsteigen. Bis dahin haben die beiden Gründer, Michael Steiner und Rudi Kobza, aber noch viel zu tun.

Nachdem das Private Placement der Berenberg Bank für den Dachfonds Adveq Asia II gut gelaufen ist, legt das Institut gemeinsam mit dem Initiator Hansa Treuhand im Retail-Vertrieb nach. Da läuft es allerdings eher mäßig, denn die Zeichnungsfrist für den Private Equity Partners 2 Asien (PEP 2) musste bereits um sechs Monate bis Ende Juni 2010 verlängert werden. Damit der Fonds nicht rückabgewickelt wird, benötigen die Initiatoren mindestens 10 Mio. USD.

Es war in jeder Hinsicht ein langer Weg vom fahrenden Händler über Tante-Emma-Läden und Megakaufhäuser zum E-Commerce. Die geplatzte Internetblase kurz nach der Jahrtausendwende hat sich dabei nur als kurzer Bremsweg herausgestellt. Seit das Internet selbstverständlicher Teil des Alltags geworden und bei Gründern und Investoren Realismus eingekehrt ist, lässt sich online Geld verdienen. Mit dem richtigen Konzept und einer geeigneten Produktgruppe können Gründer Kunden und Investoren überzeugen – und Branchenriesen aus der Welt des stationären Handels hinter sich lassen.

Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist. Die Lebensweisheit von Mark Twain gilt für Prof. Klaus Hekking, den Vorstandsvorsitzenden der SRH Holding, eher umgekehrt. Sein Unternehmen verdient durch eigene Hochschulen an der Bildung. Als zweites Geschäftsfeld betreibt die SRH Holding auch Krankenhäuser. Welche Chancen die sektorübergreifende Versorgung für Krankenhäuser bietet, warum Fernuniversitäten als Investment für Private Equity-Häuser lohnen und ob er mit seinem Unternehmen in den nächsten Jahren an die Börse gehen will, verrät Prof. Klaus Hekking im Gespräch mit Georg von Stein.

Die Venture Capital-Szene ist übersichtlich. Man kennt sich und redet miteinander – auch über sogenannte Targets – Unternehmen, die nach einer Finanzierung suchen: Venture Capitalisten syndizieren, was gut ist. Allerdings kann so selbst für spannende Unternehmen eine Absage eines einzigen Venture Capitalisten zur Absage aller anderen Venture Capitalisten führen. So geschehen bei einem, wie ich finde, starken Life Science-Unternehmen aus Norddeutschland. Aber anstatt nach all den Absagen die Flinte ins Korn zu werfen, baute das Management einen Kontakt zu einem großen Mittelständler auf, entwickelte eine Verbundförderung in Millionenhöhe und sicherte so zu attraktiven Terms die Finanzierung des Unternehmens.

Im Frühjahr 2002 ging Lukasz Gadowski in Leipzig mit Spreadshirt an den Start. Sein Angebot: Individuell bedruckte Textilien und Accessoires wie Tassen oder Baseballkappen. Die wesentliche Innovation der Neugründung lag im Vertriebskanal: Jeder Website-Betreiber kann Spreadshirt kostenfrei in sein Internetangebot integrieren und ein eigenes Spektrum an Designs anbieten. An jedem verkauften Artikel verdient der jeweilige Website-Betreiber mit. Heute zählt Spreadshirt mehr als 400.000 Shop-Partner und beschäftigt knapp 300 Mitarbeiter. Sechs Jahre nach der Gründung von Spreadshirt übernahm Gadowski die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und zog sich aus dem operativen Geschäft zurück. Seitdem widmet er sich verstärkt seiner Tätigkeit als Business Angel, die er mit der Beteiligungsgesellschaft Team Europe Ventures auf eine neue Ebene hieven will.

Auf dem 9. Schweizer Private Equity & Corporate Finance Kongress, der am 9. Dezember in Zürich stattfand, hielt Dr. Stefan Hepp, Gründer und CEO der SCM Strategic Capital Management AG, das Key Note-Referat. Sein mit aussagekräftigen Zahlen und deutlichen Worten gespickter Vortrag fesselte die Teilnehmer, sorgte mit kernigen Aussagen wie „Venture Capital ist als institutionelle Anlageklasse tot“ aber auch für lange Gesichter bei dem einen oder anderen Marktteilnehmer. Im Anschluss an sein Referat stellte sich Dr. Stefan Hepp den Fragen von VentureCapital Magazin-Chefredakteur Andreas Uhde.

Neue Wege

Liebe Leserinnen und Leser, am Jahresende blicken wir zurück – und sehen 2009 Höhen und Tiefen: Rasant bergab ging es im 1. Quartal. Anfangs war die allgemeine Stimmung am Boden, die Finanzmärkte rauschten in den Keller, und die Private Equity-Industrie verfiel in eine Schockstarre. Mit gewaltigen Konjunkturprogrammen und in dieser Dimension nie für möglich gehaltenen Rettungsmaßnahmen für den Bankensektor stemmten sich...
Nach dem Krisenjahr 2009 blickt die Beteiligungsbranche etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Der konjunkturelle Aufschwung dürfte nicht nur bei den Unternehmen, sondern auch bei vielen Private Equity-Gesellschaften für ein Aufatmen sorgen. Allerdings ist der Ausblick auf das Jahr 2010 nicht ungetrübt. Das Niveau der Jahre 2006 bis 2008 wird längst nicht wieder erreicht werden. Die Renditeerwartungen haben einen kräftigen Dämpfer erhalten. Und der Bereich Venture Capital wird wohl weiterhin durch Investitionszurückhaltung geprägt werden.