
Einhergehend mit der Internationalisierung der Märkte gewinnen auch grenzübergreifende M&A-Aktivitäten zunehmend an Bedeutung. Neben unterschiedlichen kulturellen und rechtlichen (z.B. Steuer-, Arbeits- oder Fusionsrecht) Rahmenbedingungen ergeben sich hierbei eine Vielzahl von Unterschieden mit maßgeblichem Einfluss auf Zielsetzung, Durchführung und Berichterstattung einer Financial Due Diligence (FDD). Sowohl für Verkäufer und Investoren als auch für deren Berater entstehen hieraus besondere Anforderungen.

Vor Kurzem war es dann so weit: Die Hauptversammlung (HV) der Urabanara Home AG stand an, neben protonet und readfy eines der drei Pilotinvestments in meinem persönlichen Crowd-Labor (www.investing-with-the-crowd.de). Rund 50 Gäste und über 50% des eingeworbenen Kapitals folgten der Einladung nach Berlin. Zumindest scheint die Crowd schon mal interessiert an der Entwicklung des eigenen Investments. Man war Gast auf einer formal und organisatorisch sehr sauber aufgesetzten HV. Der Bericht des Vorstandvorsitzenden Benjamin Esser diente der Vorbereitung der generellen Aussprache und der durch die HV zu treffenden Beschlüsse. Zu den erreichten Zahlen hatte der noch frische Quartalsbericht ja bereits ein erstes Update gegeben: Umsatz hinter Plan, aber auch die Kosten. Die Aussprache selber verlief eher schleppend mit nur wenigen Fragen. Das hat nicht nur mich, sondern auch den Veranstalter spürbar überrascht. Den Abschluss bildeten dann die notwendigen Abstimmungen: Entlastung, Wahl des Prüfers, aber auch Umbesetzung und Honorar des AR, Networking und Snacks folgten. Warum berichte ich an dieser Stelle über die Urbanara-Hauptversammlung?
Der High-Tech Gründerfonds (HTGF www.htgf.de) verkauft seine Anteile an der MinCell GmbH (www.mincell.com) im Rahmen eines Buy-backs. Damit beendet der HTGF sein Seedinvestment bei dem 2010 gegründeten Start-up, das ein neues Verfahren zur Herstellung von Schaumglass entwickelt hat. Nach eigenen Angaben war die Transaktion für den HTGF profitabel. Zur Höhe äußerten sich die Beteiligten jedoch nicht.

Acton Capital Partners (www.actoncapital.de) und das Gründerpaar Christoph und Susanne Botschen verkaufen ihrer Anteile an mytheresa.com (www.mytheresa.com) an das US-Modeunternehmen Neiman Marcus Group (NMG). Die Vereinbarung umfasst auch die Übernahme des Modeladens „Theresa“ in München vom Ehepaar Botschen. Der Verkauf soll vorbehaltlich der kartellrechtlichen Zustimmung noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Zur Höhe der Transaktion äußerten sich die Beteiligten nicht.
BioM mit neuer Studie zu Biotechnologie- und Pharmabranche im Raum München
Stefan Gaetzner -Zusammen mit der IHK München und Oberbayern hat die Biotech Cluster Development GmbH (BioM www.bio-m.org) eine Studie zu den neuesten Entwicklungen der Biotech- und Pharmaindustrie mit dem Fokus auf die Metropolregion München veröffentlicht. Über den regionalen Bezug hinaus zeigen die Ergebnisse, dass in der Branche in Deutschland bei den Finanzierungswegen über Wagniskapital und Börsengänge noch Nachholbedarf herrscht.
Rechtsanwalt und Steuerberater Lutz Boxberger ist wieder bei King & Wood Mallesons SJ Berwin (www.sjberwin.com/de) in München tätig. Zuvor war er Partner bei der Kanzlei Weitnauer.
IBB Beteiligungsgesellschaft, NEO Investmentpartners und DN Capital investieren weiter in Scarosso
Stefan Gaetzner -
In den USA gaben in den vergangenen zwei Jahren rekordverdächtig viele Unternehmen aus dem Biotechnologiesektor ihr Börsendebut, während hierzulande ein IPO noch immer äußerst schwierig erscheint. Dennoch werden immer wieder Namen von potenziellen Börsenkandidaten kolportiert. Mit immatics, Brain, Ganymed oder Affiris befinden sich einige davon im Portfolio der MIG Fonds.

Mit markigen Worten ist die große Koalition mit Blick auf Digitales und Venture Capital in die Legislaturperiode gestartet. Mit der neuen Regierung werde es eine Beflügelung von jungen Technologieunternehmen und deren Wagniskapitalgebern geben. Angekündigt wurden eine große „Digitale Agenda“ sowie ein eigenes Venture Capital-Gesetz. Spätestens seit letzter Woche ist klar, dass die Politik wieder dabei ist, viel Vertrauen zu verspielen.

Der Begriff Crowdfunding umfasst drei Gestaltungsformen: (1) Equity-Crowdfunding: Kapitalbeteiligung gegen Erfolgsbeteiligung am Unternehmen/Projekt, (2) Lending-Crowdfunding: Geldgeber verleiht Geld an Unternehmen oder Projekt und erhält Betrag verzinst zurück und (3) Donations- oder Rewards-Crowdfunding: Finanzierung eines Unternehmens oder Projekts durch Spenden oder für eine nicht monetäre Gegenleistung.
Der Mobilitätsdienstleister moovel (www.moovel.de), ein Tochterunternehmen der Daimler AG, hat zu 100% Intelligent Apps übernommen. Intelligent Apps ist Anbieter der Taxivermittlungs-App mytaxi (www.mytaxi.de). T-Venture, der Venture Capital-Arm der Deutschen Telekom, und andere Investoren haben im Zuge der Transaktion ihre gesamten Anteile veräußert. Laut eigenen Angaben ist mytaxi mit über 10 Mio. Downloads weltweit Spitzenreiter unter den Taxivermittlungs-Apps.

Der Online-Fashionhändler Zalando (www.zalando.de) bereitet laut aktueller Pressemitteilung derzeit einen Börsengang im Prime Standard der Frankfurter Börse vor. Maximal 11% des Eigenkapitals sollen dabei platziert werden.
Karl Heinz Götze ist neuer Partner und geschäftsführender Gesellschafter bei der österreichischen Venture Capital-Investmentgesellschaft gamma capital partners (GPC, www.gamma-capital.com). Zusammen mit Burkhard Feuerstein wird er künftig GPC leiten.
ProSiebenSat.1 (www.ProSiebenSat1.de) zieht einen Schlussstrich unter Epic Companies (www.epic-companies.de). Die TV-Sendergruppe hat nach nur eineinhalb Jahren beschlossen, den Inkubator nicht weiter fortzuführen. Entsprechende Medienberichte bestätigte ProSiebenSat.1 auf Nachfrage des Venture Capital Magazins. Vier der im Portfolio befindlichen Start-ups sollen auf den Konzern verteilt, die restlichen drei verkauft werden.

