Howzat Partners und weitere investieren Millionensumme in Paper & Tea
Vanessa Wonka -
Paper & Tea sammelt in einer zweiten Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Betrag ein. Zu den neuen Investoren zählen die in London ansässige Howzat Partners (www.howzatpartners.com) sowie Business Angels aus der Modebranche.

Titelthema:
Hohe Mauern, hoher Schutz? – Gesetzgeber reguliert Private Equity-Investments von Privatanlegern

Nordrhein-Westfalen mit seiner hohen Unternehmens- und Hochschuldichte und starkem Netzwerk hat seit Jahren eine sehr lebendige und innovative Gründerszene. Experten sprechen von einem guten Dealflow und einer inzwischen größeren Finanzierungsbreite, auch wenn es noch an einigen Stellen noch besser laufen könnte. Dagegen sind die südlich angrenzenden Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen sowie das kleine Saarland in dieser Hinsicht fast noch weiße Flecken auf der Gründerlandkarte und deutlich ländlicher geprägt. Ausnahme: Die Bankenstadt Frankfurt, die mit großem Interesse die zunehmende Konkurrenz durch innovative Finanzdienstleister (digital banking/online banking) verfolgt.

Große Investoren haben ihren Blick längst auf die deutsche Hauptstadt geworfen und sind aktiv auf der Suche nach spannenden Modellen – was ihnen auch immer häufiger gelingt. Die Höhe der getätigten Investitionen in Berliner Start-ups hat längst bewiesen, dass die Hauptstadt in einer Liga mit Städten wie London oder Tel Aviv spielt. Das aber verzerrt den Blick, denn Gründungsgeschehen findet in den neuen Bundesländern nicht nur in Berlin statt. Allerdings gibt in einzelnen Regionen weiterhin Nachholbedarf.
Die im Entry Standard der Frankfurter Börse notierte mic AG berichtete gestern von einer stattlichen Umplatzierung. Im Volumen von rund 3,5 Mio. EUR wechselten mic-Papiere außerbörslich den Besitzer, bestätigte mic-Vorstandsvorsitzender Claus-Georg Müller im Gespräch gegenüber vc-magazin.de. Zuvor hatte man via Pressemitteilung den Einstieg neuer strategischer Investoren gemeldet. Bei den „nach Verkäufen über die Börse verbliebenen rund 2 Millionen Aktien im Besitz eines Einzelinvestors bzw. seiner Fonds“ handelte es sich offensichtlich um die restlichen Anteile des einstigen Großaktionärs Carsten Maschmeyer, der in der Spitze bis zu 38 % der mic-Aktien gehalten hatte.
Zur Eröffnung einer neuen Finanzierungsrunde kann EBS Technologies (www.ebstech.de) von den bestehenden Investoren Earlybird Venture Capital (www.earlybird.com) und dem High-Tech Gründerfonds (high-tech-gruenderfonds.de) sowie drei neuen Privatinvestoren bereits 1,1 Mio. EUR einsammeln. Die eingeworbenen Mittel sollen für den Ausbau der Marktposition und die internationale Expansion eingesetzt werden. Im Falle einer Beteiligung weiterer Investoren ist geplant, deren Einlagen insbesondere für den Eintritt in den US-Markt zu verwenden.

Gründer sind nicht nur auf der Suche nach finanzieller Unterstützung, sondern sind oftmals angewiesen auf professionelle Hilfe bei Managementfragen, Betriebsabläufen und Verhandlungsrunden. Wenn sich das zudem in einem guten wirtschaftlichen Umfeld entwickeln kann, sind die Erfolgsaussichten groß.Doch insbesondere in kleinen Unternehmen die betriebswirtschaftliche Seite bisweilen vernachlässigt, wie HCM-Geschäftsführer Franco Mathias sagt. „Wir versuchen daher vor einem Beteiligungsengagement diese Probleme zu lösen, indem wir die passenden Strukturen wie z.B. Controlling oder regelmäßige Ertrags- und Liquiditätsplanung einrichten bzw. optimieren.“ Norddeutschland ist nach Ansicht von HCM vor allem durch seine breite und vielfältige Wirtschaftsstruktur interessant für Investoren. Daneben runden weiche Standortfaktoren die positiven Rahmenbedingungen für Unternehmen ab. Das werde HCM auch immer wieder bei ihrer Veranstaltungsreihe „Norddeutsches Investorentreffen“ in Hamburg bestätigt. Welche Unterstützungsangeboten und Finanzierungsmöglichkeiten für Gründer Der Standort Norddeutschland bietet schildern Beteiligte aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg.

Bayern und Baden-Württemberg haben bei Gründungen noch eine Menge Potenzial. Die Region punktet mit dem Zugang zu Konzernen und dem gehobenen Mittelstand, der gerade für die Gewinnung von Kunden von immenser Bedeutung ist.

Als neuer Lead-Investor steigt die Schweizer Woodman Asset Management (www.woodman.ch) bei moneymeets (www.moneymeets.com) ein. An der Finanzierungsrunde mit einem Volumen von 3,5 Mio. EUR beteiligen sich auch die bisherigen Investoren Dieter von Holtzbrinck Ventures (dvhventures.de) sowie die Family Offices Dr. John Werner Madaus und Thomas May. Die neu eingeworbenen Mittel sollen für das weitere Wachstum verwendet werden.

Nicht in Berlin, nicht in München, nicht in Hamburg – in Offenbach ist es besonders attraktiv, ein Gewerbe zu eröffnen. Das geht aus dem aktuellen NUI-Regionenranking des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn hervor. Dafür wurde die gewerbliche Gründungsneigung in den 402 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands untersucht. Bereits seit einigen Jahren behauptet die hessische Stadt den ersten Platz – weit vor dem Landkreis München und vor Wiesbaden. Angesichts dessen, dass Berlin in den vergangenen Jahren als die Gründungsmetropole gilt, scheint dieses Ergebnis zu erstaunen. Tatsächlich ist die Bundeshauptstadt aber nur bei den freiberuflichen Gründungen Spitze, nicht jedoch bei den Existenzgründungen generell.

Die deutsche Gründerlandschaft ist im Wandel. Berlin erzeugt seit einiger Zeit bereits große mediale Aufmerksamkeit für das Thema Start-ups. Mit dem Börsengang von Zalando, die Dank aggressivem Marketing innerhalb von wenigen Jahren eine gestützte Markenbekanntheit von mehr als 90% erreicht haben, wurde die Frage nach der Finanzierung junger Wachstumsunternehmen einer breiten Öffentlichkeit vor Augen geführt. Und auch wenn einen dieses Thema noch nicht vor Glück schreien lässt, auch die deutsche Venture Capital-Szene hat sich in den letzten Jahren positiv verändert.

Deutschland als Gründungsstandort ist zwar nicht Weltmeister, aber auch nicht vom Abstieg bedroht. Mit den USA und Israel kann „Good old Germany“ nicht mithalten, dort gehört das Gründen von Unternehmen zum Alltag, fast wie Essen und Trinken. Doch Deutschland muss sich nicht verstecken. „Betrachtet man den Indikator Venture Capital, dann hat Deutschland innerhalb von Europa Großbritannien gerade überholt“, sagt Sascha Schubert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Deutsche Startups (BVDS). Neben der Gründer-Hauptstadt Berlin, in der fast 3.000 digitale Jungfirmen von bundesweit schätzungsweise 6.000 zu Hause sind – jeder zweite dortige Start-up-Gründer ist Wiederholungstäter –, spielen München und Hamburg die wichtigsten Rollen.
Mit dem Ziel, Innovationsvorhaben im Bereich der Digitalisierung zu unterstützen und nachhaltige Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bayern und Israel aufzubauen startet der erste „Bavaria Israel Partnership Accelerator“. Ab sofort können sich gründungsinteressierten Studierenden und Young Professionals mit technischem und wirtschaftlichen Hintergrund für den ersten Batch, der im September 2015 beginnt, bewerben.

Ein Konsortium aus Allianz Capital Partners (www.allianzcapitalpartners.com), dem Staatsfonds Infinity Investments aus Abu Dhabi, der Münchener-Rück-Tochter MEAG (www.meag.com) sowie dem Infrastruktur-Fonds Borealis (www.borealisgroup.com) übernehmen 100% an Tank & Rast. Veräußert wird der Raststättenbetreiber von Terra Firma Capital Partners und Deutsche Asset Wealth Management. Die Transaktion unterliegt noch der Genehmigung durch die zuständigen deutschen Aufsichtsbehörden und soll in der zweiten Jahreshälfte 2015 abgeschlossen werden. Über den Kaufpreis haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart.

