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Finanzinvestoren sind nicht nur an europäischen Börsen wie Frankfurt, London oder Amsterdam beteiligt, viele sind auch dort notiert – wie etwa die großen Beteiligungsgesellschaften Candover oder 3i. Damit kommen sie, dank der jeweiligen Publikationsvorschriften, der vielfach geforderten Transparenz nach. Börsenprospekt, Quartals- und Geschäftsberichte gewähren einen Einblick in eine Branche, die von vielen als verschlossen wahrgenommen wird. In Deutschland gibt es weit über ein Dutzend börsennotierte Beteiligungsgesellschaften, meist mit Venture Capital als Investitionsschwerpunkt, in der Schweiz sind es knapp zehn, fast ausschließlich Dachfonds. Verschiedene Kennzahlen weisen darauf hin, dass die Zahlen europaweit deutlich zunehmen werden. Private Equity entwickelt sich zu Public Equity.

Deutschland als Wirtschaftsstandort lebt traditionell vom Know-how und Ideenreichtum der Menschen. Innovative Technologien und Marktführerschaft in bestimmten Nischen zeichnen nicht nur große, sondern auch viele kleine Unternehmen aus. Solche Firmen brauchen gerade in ihrer Gründungs- und Early Stage-Phase Finanzmittel und Beratung von außen. In diesem Markt sind auch Venture Capital-Gesellschaften wie die börsennotierte Ventegis Capital AG, die zu den kleineren Spielern gehört, tätig. Der in Berlin ansässige Wagniskapitalgeber bevorzugt bei seinen Beteiligungen deutsche Technologieführer mit überdurchschnittlichen Renditechancen.

China und Indien zählen zu den boomenden Wirtschaftskräften, das Wachstum beider Regionen ist atemberaubend. Erstmals sind Private Equity-Fonds für Privatanleger am Markt, die ausschließlich in die beiden Länder investieren. Dafür arbeitet RWB mit der Schweizer Capvent AG zusammen, die für die Fondsselektion und Marktanalyse zuständig ist und bereits eine Niederlassung in Indien unterhält.

Nach dem Motto „Never change a winning team“ haben König & Cie. und BMP den Nachfolger ihres Erstproduktes aus dem Jahr 2005 ins Rennen geschickt. Der Erwartungsdruck dürfte hoch sein, da Inpeq I seine Anleger schon zu diesem frühen Zeitpunkt mit ersten Rückflüssen und einem erfreulichen Investment Multiple von 1,21x verwöhnt.

Auf dem vor einigen Tagen in Rom stattgefundenen EVCA-Symposium herrschte aufgrund der guten Marktlage der Private Equity-Industrie eine sehr gute Stimmung. Schließlich kann sie auf Rekorde bei den Investitionen in ihre Fonds blicken. Wegen des ausgesprochen guten Klimas für Realisierungen vornehmlich über die M&A-Schiene, aber auch über IPOs sind die Returns fast wie in den besten Zeiten.

Den weltweit ersten elektronischen Fernseher hat 1931 eine deutsche Firma auf den Markt gebracht: die Loewe AG. 1951 präsentierte sie das erste europäische Kassetten-Tonbandgerät, 1961 den ersten europäischen Videorekorder. Heute ist die Traditionsschmiede aus Kronach eines der wenigen überlebenden deutschen Unternehmen der Unterhaltungselektronikbranche. Und sie schwingt sich wieder zu internationalem Wachstum auf. Dabei könnten auch Private Equity-Gesellschaften mitwirken, wie Georg von Stein im Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Hecker erfuhr.

Wenn man die M&A-Transaktionen der letzten Jahre untersucht, kommt man unweigerlich zum Ergebnis, dass ein Großteil der erfolgten Firmenkäufe von Buyout-Fonds und nicht, wie man meinen könnte, von strategischen Käufern getätigt wurde.

Das (Bank-)Haus Wölbern ist bisher hauptsächlich für geschlossene Europa-Immobilienfonds bekannt. Seit die Privatbank mit Prof. Dr. Heinrich M. Schulte einen neuen Gesellschafter bekommen und in diesem Zuge ein Private Equity-Team eingekauft hat, wird jedoch an der Erweiterung der Fondspalette gearbeitet – nicht zuletzt, weil die Kundschaft eben solche Produkte nachfragt.

Bei der LHI Leasing GmbH fällt der Vorwurf schwer, dass hier nur ein weiterer Anbieter auf der Nachfragewelle von Private Equity mitreiten wolle. Der Start ihres ersten Produktes passt aus Sicht des Hauses ähnlich gut zu den bisherigen Aktivitäten wie die im Markt noch wenig verbreitete Konstruktion über Zertifikate, die in diesem Fall durch die Credit Suisse ausgegeben werden. Privatanleger können über den „Umweg“ LHI, Credit Suisse und den Dachfondsmanager Access Capital Partners ab 10.000 Euro investieren.

Jahr für Jahr liegt Deutschland in einer Vergleichsstudie des europäischen Dachverbands EVCA über die Rahmenbedingungen für Private Equity im letzten Quartil. Insbesondere nachteilige steuerliche Regelungen belasten sowohl Investoren als auch junge, innovative Unternehmen stärker als in anderen Ländern Europas. Preisverdächtig ist hingegen die öffentliche Förderinfrastruktur, die sich quer durch alle Ebenen des föderalen Systems zieht: Förderbanken auf Bundes- und Länderebene bieten ein buntes Spektrum von vergünstigten Krediten bis hin zu Eigenkapitallösungen, spezialisierte Fonds unterstützen junge Unternehmen, und einzelne Regionen betreiben mit Hilfe von EU-Mitteln gar ein ganzheitliches Standortmarketing, um Gründer für eine Ansiedlung zu begeistern. Flankiert werden diese Bemühungen von zahlreichen Businessplan-Wettbewerben sowie Technologie- und Gründerzentren, die potenziellen Unternehmern ebenfalls den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern. Angesichts der schieren Fülle der Förderangebote ist eine wohlüberlegte Standortwahl ratsam – denn ein Großteil der Initiativen ist denjenigen Gründern vorbehalten, die sich in der jeweiligen Region ansiedeln.

Noch vor wenigen Jahren war die VC-Szene in Österreich sehr überschaubar. Inkubatoren, die mit öffentlichen Fördermitteln Start-ups finanzierten, Fördereinrichtungen des Bundes, der Länder und Banken als VC-Geber dominierten den Markt. In diesem Umfeld entstand im Jahr 2002 die GCP Gamma Capital Partners Beratungs- & Beteiligungs AG (GCP), die seither knapp 40 Mio. Euro investiert hat. Ein dritter Fonds mit einem Zielvolumen von 75 bis 100 Mio. Euro beginnt gerade die Investitionstätigkeit.

Gute Ideen für spannende Gründungen haben viele, aber den Schritt zur Umsetzung wagen bedeutend weniger. Fragen zu Rechtsform, Finanzbedarf, Marketingplan, Personalsuche, Handelsregister oder Patenten plagen junge Gründer. Wer durchhält, hat meist eine Hochschule im Rücken oder einen Konzern mit entsprechenden Förderprogrammen. Alle anderen müssen wie das Eichhörnchen die Nüsse mühsam die notwendigen Informationen sammeln. Starthilfe finden Gründer im Internet.

Innovative Unternehmensgründungen geschehen in den meisten Fällen als freundliche oder unfreundliche Ausgründungen aus bestehenden Unternehmen oder als Gründung aus einem Forschungsinstitut oder einer Hochschule heraus. Basis für die Gründung ist, dass die Gründer für ihre innovative Produkt- oder Serviceidee akzeptable Marktchancen sehen.

Wem zu Rumänien bislang nur Peter Maffay, Graf Dracula und Pauschalurlaub an der Goldküste einfallen, der kann seinen Horizont dank der Zertifikateschmiede ABN Amro schnell erweitern. Diese bietet mit ihrem Rumänien-Zertifikat Investoren mit erhöhter Affinität zu Private Equity eine elegante Möglichkeit, an der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des Landes teilzuhaben.

Seit dem 1. April 1999 ist die RWB AG mit Private Equity-Dachfonds für Privatanleger im Markt. Die von Beginn an ausschließlich auf die Konzeption und Verwaltung von derartigen Fonds spezialisierte Gesellschaft hat bisher drei global diversifizierte Fondsgenerationen aufgelegt. Mit einem Emissionsvolumen von über 850 Mio. Euro gehört die Gesellschaft mit Sitz in Oberhaching bei München zu den größten Anbietern von Private Equity-Dachfonds im deutschsprachigen Raum. Nun erweitert RWB die Produktpalette und ermöglicht Privatanlegern erstmals den fokussierten Zugang zu Zielfonds in China bzw. Indien. VC Magazin-Chefredakteur Andreas Uhde sprach mit den Vorständen der RWB AG, Horst Güdel und Norman Lemke.